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offline Helmut  

1.711 Beiträge
Beitrag Heilgebete  05.03.2004 • 21:02


Peter K. Köhler: Heilgebete für viele Krankheitsbilder und gegen den Streß des Alltags.
ISBN: 3929246392
Gebunden, 269 Seiten; Sankt Ulrich Verlag 1999; 14,90 EUR

Manche tun es, manche nicht. Manche tun es heimlich, andere oeffentlich. Ich tue es am liebsten still. Die Rede ist vom Beten.

Vorweg: Die Gebete in diesem Buch sollen nicht den Arzt ersetzen. Sie sollen vielmehr Kraft geben. Sie sind auch allgemein gehalten, und Köhler empfiehlt, sie für die eigenen Zwecke und Bedürfnisse anzupassen, umzuformulieren und aufzuschreiben.

Der Autor war früher Lokalredakteur bei der Augsburger Allgemeinen und engagierte sich u.a. für das Augsburger Zentralklinium. Die Gebete, die Peter H. Köhler hier gesammelt hat, stammen teils aus seiner eigenen Krankheits- und Lebenserfahrung als Krebspatient, aber auch aus seinen Kontakten und Begegnungen mit Ärzten und Patienten.

Nach zwei relativ kurzen Kapiteln über das Heilen mit der Kraft des Gebets und die Frage, wie man beten kann, folgen etwa 65 Gebete, sortiert nach Erkrankungsbereichen (etwa Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen, Frauenleiden und -probleme, Stoffwechselerkrankungen). Zu jedem Bereich gibt es einige Unterkapitel mit entsprechenden Krankheiten (Mandelentzündung; Schwangerschaft und Depression; Übergewicht-Fettsucht). Jedes dieser Unterkapitel wird mit einigen erklärenden und tröstenden Worten eingeleitet (jew. ca. 2 Seiten), darauf folgt das zugehörige Gebet, ebenfalls 1-2 Seiten. Den Abschluss des Buches bildet ein Kapitel über das Selbst-formulieren von Gebeten.

Auch wenn Köhler empfiehlt, die vorgeschlagenen Gebete anzupassen, können sie natürlich auch bereits so eingesetzt werden. Sie enthalten alles, was ein Gebet enthalten sollte: Die direkte Ansprache, das Erkennen, das Bitten, Vertrauen und Hoffnung und den Dank. Die Gebete sind (gepflegt) umgangssprachlich schlicht formuliert, und darin liegt ihre Wirk-ung. Sie sind sehr klar und kraftvoll, liebevoll und erkennend. Denn nur indem ich in Demut erkenne und in Dankbarkeit annehme, kann ich -- auch und besonders -- mir selbst die Liebe und Achtung schenken, die mir schon längst zuteil geworden ist, die ich für mich selbst brauche, und die ich erst dann auch anderen schenken kann.

Die folgenden Sätze sind der Abschluss des Gebets zu Übergewicht und Fettsucht:

Gott, du hast mir meinen herrlichen
Körper geschenkt.
Ich will in ihn Ehren halten,
indem ich ihn
auf sein gesundes Gewicht zurückführe.
Habe Dank dafür, dass du mir dabei hilfst.

Ich nehme das Büchlein immer wieder gerne zur Hand, als Inspiration und als Quelle, als Hilfe für mich selbst und für andere.

Helmut,
der das Vater-unser auf aramäisch betet und sich auf Mel Gibsons Film "Die Passion Christi" freut



Alles, was ich gebe, ist ein Geschenk an mich selbst. Waehrend ich gebe, empfange ich.
 
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offline Ringeli  

nicht registriert
Beitrag Re: Heilgebete  05.03.2004 • 22:26


Hört sich sehr interessant an, danke für den Tipp.
 
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offline Birgit H.  

971 Beiträge

D - Rastede
Beitrag Re: Heilgebete  05.03.2004 • 23:01


Hallo Helmut,

das gehört hier zwar gar nicht hin, aber mich würde trotzdem ganz arg interessieren, warum Du das Vater-unser auf Aramäisch betest! breites Grinsen

Liebe Grüße, Birgit





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offline Helmut  

1.711 Beiträge
Beitrag Re: Heilgebete  08.03.2004 • 15:35


@Birgit:

Aramaeisch gehoert zu den Ursprachen. Nach meinem Erleben hat das Vaterunser in dieser Sprache sehr viel mehr Kraft und Wirkung als das deutschsprachige. Die Worte sind auch von der Bedeutung her vielschichtiger und tiefer als unsere. Wenn ich mit dem aramaeischen Vaterunser in die Meditation gehe, komme ich in ganz andere Ebenen als mit unserem (das mittlerweile ohnehin einige Male veraendert wurde).

Der Anfang ("Awun" ) hat vom Klang und der Wirkung her sehr viel Aehnlichkeit mit dem OM (das nicht "OM" ausgesprochen wird, sondern "A-Umm".

Es gibt zwar einige Thesen, dass Jesus und die Menschen seiner Zeit und Gegend originaer Aramaeisch gesprochen haben, aber diese gilt mittlerweile als widerlegt, wenn auch nicht anerkannt und hartnaeckig ignoriert. Ich hatte aufgrund dieser Thesen begonnen, mich mit der aramaeischen Sprache und in diesem Zusammenhang auch mit dem Gebet zu beschaeftigen.

Liebe Gruesse

Helmut



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offline Birgit H.  

971 Beiträge

D - Rastede
Beitrag Re: Heilgebete  08.03.2004 • 23:11


@Helmut

Was Du schreibst, ist mir alles andere als fremd. Ich war nur erstaunt, dass anscheinend jemand weiss, dass Jesus das Vater-unser in Aramäisch gebetet hat. nd neugierig, wie ich nun einmal bin, habe ich einfach mal nachgefragt. breites Grinsen

Liebe Grüße, Birgit





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offline Helmut  

1.711 Beiträge
Beitrag Re: Heilgebete  09.03.2004 • 08:01


Hallo, Birgit,

Zitat von Birgit H.

Was Du schreibst, ist mir alles andere als fremd.

ja, das dachte ich mir schon zwinkern

Die einzelnen Arbeiten zum aramaeischen Vaterunser (u.a. von Neil Douglas-Klotz und Rocco Ericco http://www.errico.de/ ; MP3 u.a. unter http://www.agapeunity.de/errico-abwoon.mp3 ) sind mir gelaeufig, ebenso die Essener-Buecher (Essener Erinnerungen u.a.) und die Qumran-Forschungen (bei Doronia http://www.doronia.de gibt es eine kleine Ton-Amphore mit einer Qumran-Rolle; macht sich gut auf meinem Schreibtisch zwinkern ). Die These, dass Jesus aramaeisch gesprochen haben soll, ist allerdings nicht mehr ganz stichhaltig:

Bivin, David: Was hat Jesus wirklich gesagt?
Die schweren Worte Jesu - ein Schlüssel zu ihrem Verständnis
ISBN 3-87482-192-7; 9 EUR
http://shop.leuchter-edition.de/product_info.php?cPath=23&products_id=58

wenn du unter dem Cover auf "Kostprobe" klickst, kriegst du eine 63-seitige PDF-Leseprobe (das ist etwa 1/3 des Buches...). Dort sind bereits viel wichtige Aussagen zu finden.

Ich habe vor einiger Zeit fuer ein halbes Jahr in Israel gelebt und dort sehr intensive Erfahrungen gemacht. Dort habe ich damals auch hebraeisch gelernt. Es ist sehr interessant und erstaunlich, wenn man die Bibel in dieser Sprache mit den deutschen Uebersetzungen vergleicht (es gibt eine schoene und hervorragend bearbeitete hebraeisch-deutsche Ausgabe bei Doronia; http://www.doronia.de/shop/p3.html ). Noch interessanter sind die Forschungen zur Urbibel. Wenn man das vergleicht mit dem, was die einzelnen Kirchen, insbesondere die katholische, so verbeiten, vor allem was sie wissentlich und bewusst falsch verbreiten bzw. einfach verschweigen...

Eine umfassende Sammlung von Vaterunser-Uebersetzungen findest du uebrigens auf http://members.surfeu.at/bretterklieber/vaterunser/vateruns1.htm bzw. http://www.christusrex.org/www1/pater/index.html


Lichtvolle Gruesse

Helmut



Alles, was ich gebe, ist ein Geschenk an mich selbst. Waehrend ich gebe, empfange ich.
 
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offline Birgit H.  

971 Beiträge

D - Rastede
Beitrag Re: Heilgebete  09.03.2004 • 23:42


Hallo Helmut!

Vielen Dank für die tollen Links und für die Lichtblicke dieses Tages!

Ich habe Theologie studiert und kann daher sowohl Hebräisch als auch Griechisch. Leider bin ich nicht mehr so ganz auf dem Laufenden was die neueren Forschungen anbelangen (habe mein Studium 1996 beendet). Ich habe halt noch "gelernt", dass Jesus Aramäisch gesprochen hat. Was Bivin schreibt, klingt auf dem ersten Blick ganz logisch.

Hm, nicht so ganz nachvollziehen kann ich seine Theorie, dass dem griechischen NT ein hebräisches Original zugrundeliegt. Irgendwo regt sich da bei mir ein Widerspruch, den ich noch nicht ganz begründen kann. - Vielleicht kommt ja heute Nacht die Erleuchtung!

Wenn Bivin recht haben sollte, verwundert es dann nicht ein wenig, dass so rein gar nichts von diesem Urtext erhalten ist?

Aufgefallen ist mir, dass Bivin offensichtlich nur Worte Jesu untersucht. Was ist mit dem Rest? Ich habe mal ein Seminar bei Prof. Breytenbach besucht, bei dem wir die synoptischen Evangelien näher betrachtet haben. Ziel des Seminars war es, zu versuchen, die Logienquelle Q zu rekonstruieren. (Leider habe ich keine Ahnung, was für eine Vorbildung Du hast, drum muss ich ein wenig weiter ausholen!) Das Markus-Evangelium wird ja als das älteste angesehen. Man geht davon aus, das Mt und Lk es als Vorlage benutzt haben, um ihr Evangelium zu schreiben. Darüber hinaus gibt es aber Passagen, die Mt und Lk haben, die Mk aber offensichtlich nicht kennt. Um diese gemeinsamen Passagen bei Mt und Lk zu erklären, wurde die Theorie einer Logienquelle aufgestellt. (Alles unter der Voraussetzung, dass sich Mt und Lk nicht gekannt haben.) Bei der Logienquelle soll es sich um eine Spruchsammlung der Worte Jesu handeln, die aber leider verlorengegangen ist.

In dem Seminar ist uns damals aufgefallen, dass es bei diesen Passagen bei Mt und Lk eine ganz große wörtliche Übereinstimmung gab. Man konnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Worte Jesu nach einem ganz bestimmten Schema tradiert wurden. Vielleicht war diese Logienquelle ursprünglich in Hebräisch geschrieben?

Aber wie kann man die "Rahmenhandlung" erklären? In dem Buch wird das Beispiel der Volksmenge aufgeführt (ochloi). Das Beispiel klingt auf den ersten Blick logisch. Aber warum haben dann alle "Übersetzer" - also Mk, Mt und Lk - beim Übersetzen dieselbe Wortwahl gewählt? Und sollten Mt und Lk hier wieder bei Mk abgeschrieben haben, fragt sich, ob alle drei so schleht Griechisch konnten, dass niemand den Mk verbessert hat?!

Sehr richtig ist die These, dass man Jesus "hebräisch begreifen" muss! Da sitmme ich Bivin voll und ganz zu.

Ach, wie gerne würde ich mich jetzt auf den Weg in die Hauptstadt machen und ein bis zwei Tage die Bibliothek durchwühlen. Stattdessen darf ich Windpocken mit Lotion einpinseln!

Weißt Du, wofür ich mich wirklich schäme? Habe mir natürlich auch das aramäische Vater-unser angesehen. Und was musste ich feststellen? Ich bin ohne Punktuation komplett aufgeschmissen!!! ärgerlich Und überhaupt überfällt mich die Panik. dass ich all mein Hebräisch und Griechisch vor lauter Windeln, Windpocken, Gartenanbauplanungen, Brot backen und Ingwerwasser vergesse. Drum werde ich gleich morgen früh auf den Dachboden klettern und meine Hebraica und mein NT Graece suchen. Und dann wird jeden Tag übersetzt. Immer ein Vers!

So, nun bin ich noch ein wenig verwirrter als vorher, aber vielleicht kommt ja noch Licht ins Dunkle!

Hoffnungsvoööe Grüße, Birgit

P.S.: Bei doronia gibts Falafel-Pulver! Juchuh!!! Aber 25 € Mindestbestellwert unglücklich !





Werden heißt Ringen.
 
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offline Helmut  

1.711 Beiträge
Beitrag Re: Heilgebete  14.03.2004 • 20:15


Hallo, Birgit,

die synoptischen und formalgeschichtlichen Betrachtungen sind mir bekannt. "Q" ist m.E. sehr zweifelhaft und auch rein fuer sich gesehen nicht haltbar: Ereignisse geschehen, werden mdl. ueberliefert, irgendwann fixiert. Von unterschiedlichen Personen unterschiedlich (vgl. Mythen, Maerchen, akt. Tagesgeschehen). Wenn es "Q" je gegeben haette, haetten die Evangelisten das sicher in irgendeiner Form benannt.

Ich habe noch nicht alles ausgewertet; arbeite z.Zt. an anderen Themen und muss mir erst mal wieder alles zusammensuchen...

vorab mal soviel:

Quelle 1:

Wer war Jesus? Der Essäer-Brief aus dem Jahre 40 n. Chr.; authentische Mitteilungen eines Zeitgenossen Jesu über Geburt, Jugend, Leben und Todesart, sowie über die Mutter des Nazareners; nach einem alten zu Alexandrien aufgefundenen Manuskript aus einer lateinischen Abschrift des Origials übersetzt / neu gegliedert und hrsg. von Hermann Kissener
ISBN 3-6799-0452-4 (Drei-EichenVerlag; 1993)

Es handelt sich offenbar um ein authentisches MS. Die deutsche Uebersetzung des MS tauchte erstmals 1847 auf, der Urtext war in Latein. Mehr dazu gerne auf Anfrage. Nur soviel: Es handelt sich um einen Brief, den der Oberste der Essener in Jerusaleum an den Obersten der Essener in Alexandrien geschrieben hatte. Letzterer hatte um Informationen über Jesus nachgefragt (u.a. ob Jesus Essaeer war, und was es mit den "Wundern" auf sich hatte, die mit den Lehren der Essaeer in dieser Form nicht ganz vereinbar waren). Der Verfasser des MS war selbst Augenzeuge, auch der Hinrichtung und der Ereignisse danach. Das Dokument wurde 7 Jahre nach Jesu Tod verfasst. Wichtig ist der Hinweis, dass die Wahrheit zu den obersten Prinzipien der Essener gehoert. Kissener hat die einzelnen Abschnitte des Briefes durchnummeriert.

In dem Dokument befinden sich u.a. folgende Aussagen:

"196: Johannes aber, der dabei gewesen ist, hat gewußt, was mit Jesus vorgegangen, aber er hat nichts davon geredet und geschrieben. Ebenso der Matthäus. Wohl aber haben andere viele Gerüchte darüber zusammengelesen und daraus eine Geschichte gemacht, die sie selbst glaubten, weil sie vom Geiste getrieben waren, Jesus zu verherrlichen. So nennt sich einer Markus, der an eine Gemeinde in Rom schrieb und vom Ölberge einen Bericht gibt. Aber er war nicht dabei gewesen, und seine Quelle war das Gerücht des großen Volkes. Ebenso bei Lukas, der Gleiches tat."

"199: In Jerusalem aber wussten es nur Johannes und Matthäus, dass Jesus in das Dunkel des Essäer-Bundes zurückgekehrt sei [...]"

Diese Passagen sind teilweise hoechst interessant, vor allem Abschnitt 196. In dem Evangelium von Markus wird nirgendwo ein Verfasser genannt, das wurde erst 125 n.Chr. nachtraeglich eingefuegt.

Interessant ist auch, dass hier alle vier Evangelisten genannt werden (bzw. nur diese 4), obwohl das Konzil von Nicaea diese erst sehr viel spaeter aus allen Quellen ausgewaehlt hat (s.u.) und die vier Evangelien anscheinend sehr viel spaeter verfasst wurden, als das vorliegende MS (7 n.Chr.).


Quelle 2:
Edmond Székely: Heliand. Evangelium des vollkommenen Lebens. Auszug aus einem aramäischen Urtext. Die gesundheitslehre einer alslawischen und einer aramöischen Evangelien-Handschrift in der Bibliothek des Vatikans. ISBN 3-7699-0443-5 (Drei-Eichen-Verlag)

Kurz zum Buch: Das urspruengliche MS lag auf slawisch vor. Sekely entdeckte im Vatikan den aramaeioschen Urtext und ueberzeugte sich von der korrekten Uebersetzung des slawischen Textes. Deas slawische Original ist mittlerweile ebenfalls in der Bibliothek des Vatikans. Anfragen des deutschen Uebersetzers und Herausgebers bei Vatikan wurden beim ersten Mal sehr duerftig (Text mit Datum und des Schreibers sind im Vorwort enthalten), danach ueberhaupt nicht mehr beantwortet. Székely hatte sich als Arzt auf die Veroeffentlicuhg der eher medizinisch relevanten Passagen beschraenkt (Krankenheilungen; ca. 1/8 des Gesamttextes), den restlichen Text hatte er dem deutschen Uebersetzer bis 1975 noch nicht zur Verfuegung gestellt. Es gibt inzwischen allerdings eine Vielzahl weiterer Veroeffentlichungen von Székely, die ich noch nicht alle durchgesehen habe. Der alt-aramaeische Urtext stammt (wahrscheinlich) aus dem 1. JHD unserer Zeitrechnung. Székely bezeichnet das MS als "die reinen ursprünglichen Worte Jesu [...], übersetzt unmittelbar aus der aramäischen Sprache, wie Jesus und sein geliebter Jünger Johannes sie gesprochen haben". Er geht übrigens davon aus, dass "Johannes der einzige Jünger Jesu [war], der mit vollkommener Genauigkeit aufgezeichnet hat, was sein Meister persönlich lehrte" (S. 9).

Neben dem bereits angesprochenen Text enthält das Buch ein weiteres Ur-Evangelium mit etwas obskurer Geschichte. Der aramäische Urtext wird angeblich in einem tibetischen Kloster aufbewahrt. Anhand dieses Textes werden einige Ungereimtheiten, Auslassungen und offensichtliche bzw. bewusste Bibel-Faelschungen durch die Kirche aufgezeigt. Insbesondere ein Aspekt wird dabei ganz deutlich: Neben den 4 (kirchen-)offiziellen Evangelien gab es noch eine Reiher weitere, die dem Konzil von Nicäa wohl etwas unbequem waren und folglich in der Versenkung verschwanden. Stichwort Apokryphen.


Quelle 3:

Das neue Testament erklärt und ausgelegt., hrsg. v. John F. Walvoord und Roy B. Zuck. band 4: Matthäus-Römer. Hänssler, ISBN 3-7751-3533-2

Ist sehr umfassend und reflektiert die Quellen, Verfasser und unterschiedliche Theorien.


Quelle 5:
Die Apokryhen. Verborgene Bücher der Bibel. ISBN 3-86047-474-X (Bechtermünz).

Enthält apokryphe Evangelien (u.a. ein Pseudo-Petrusevangelium) und gnostische Texte.

Quelle 6:
Die "Essener Erinnerungen" (Meurois/Givaudan; ISBN 3-453-14481-3hatte ich bereits angesprochen) bringen aehnliche Informationen, allerdings aus einer anderen Quelle, die wissenschaftlich nicht akzeptiert wird (Astralreisen und Lesen in der Akasha-Chronik), sich jedoch durchaus wissenschaftlicher Ueberpruefung unterziehen lassen kann.

Wie gesagt, noch reichlich Arbeit... zwinkern Und der Frage nicht sehr viel naeher zwinkern

[Punktierung]
Damit haben auch die Israelis Probleme. Sowohl bei den religioesen Texten als auch bei den weltlichen (Zeitung)...

[Falafel-Pulver]
Vergiss es. Getestet und fuer schlecht befunden. Lieber selber machen, ist etwas mehr Arbeit, aber dafuer besser zwinkern

Liebe Gruesse & Danke fuer die Impulse

Helmut



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offline Christina1  

nicht registriert
Beitrag Re: Heilgebete  10.04.2004 • 11:47


Hallo Helmut, hallo Birgit,

habe Eure Beiträge mit Interesse gelesen und hoffe das Ihr mir evtl. einen Tipp geben könnt.

Ich bin auf der Suche nach Gott, d.h. ich möchte Ihn und Jesus besser kennenlernen. Ehrlich gesagt fällt mir das Bibellesen etwas schwer und auch bei Recherchen im Netz bin ich noch auf keine brauchbaren Hinweise gestossen. Nun meine Fragen: Habt Ihr Bücher/Internetseiten, die Ihr mir empfehlen könntet um Gott kennenzulernen?

Noch ein anderes Thema interessiert mich, da Ihr von Originaltexten sprecht und veränderten Auslegungen, gibt es ein Buch zu dem Thema Christentum und Frauen? Sicher habt Ihr diese Fragen schon oft gehört und ich hoffe ich langweile Euch nicht damit, aber stimmt denn das "frauenfeindliche" Bild das die Bibel (sorry wenn ich zu laienhaft und unbedarft diese Fragen stelle) zeigt, oder ist das nur ein Auslegungsfehler, das die Kirchen zu verantworten hat. wie sieht Jesus das Thema Mitgeschöpfe?

Wenn es zu meinen oben genannten Fragen (1. Wie lerne ich Gott/Jesus kennen; 2. Wie sieht Gott/Jesus den Wert der Frauen; 3. Wie sehen Gott/Jesus den Wert der Tiere) einen Buchtipp von Euch gibt wäre ich Euch seeeehr dankbar!

Schöne Ostern
und liebe Grüße
Christina
 
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offline Helmut  

1.711 Beiträge
Beitrag Re: Heilgebete  10.04.2004 • 13:46


Hallo, Christina,

einiges dazu per PM, es sprengt m.E. den Rahmen des Forums.

Zitat von Christina1

"frauenfeindliche" Bild das die Bibe

Hierzu folgendes Buch:

Eva Schirmer: Eva-Maria. Rollenbilder von Männern für Frauen.
ISBN 3-7664-9258-6

nur noch antiquarisch verfuegbar; versuch's mal ueber

http://www.findmybook.de

dort die ISBN-Suche verwenden.

Ansonsten ueber Bibliotheken.

Die Autorin zeigt anhand von Originaltexten, wie das Bild von Eva und Maria im Sinne des Machtinteresses von Kirche und Theologie veraendert wurde bis hin zu Gegenpolen: Einerseits die Frau, die den Tod bringt, andererseits die Frau, die das Leben (den Erloeser) bringt. Im uebrigen war Eva auch nicht die erste Frau, wie es uns die Bibel faelschlich weismachen will.

Ich suche dir einige andere Titel zusammen; dies mal fuer den Anfang zwinkern

Liebe Gruesse

Helmut



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offline ursula-anna  

nicht registriert
Beitrag Re: Heilgebete  10.04.2004 • 17:30


Grüss dich Christina,

Zitat

Ich bin auf der Suche nach Gott, d.h. ich möchte Ihn und Jesus besser kennenlernen
.

schon mal mit beten probiert? zwinkern Das wäre eine Möglichkeit ihm zu begegnen. Vorausgesetzt man lässt sich darauf ein und will ihn auch
ernsthaft finden.

Da sich Gott uns nie persönlich, sondern immer nur durch Menschen zeigt, wirst du ihn (besser) kennenlernen, wenn du solchen Menschen begegnest, die dir von ihm erzählen.

Wie wärs mit deiner Kirche vor Ort? überrascht Da bekommst du dann auch ganz viele Buchtips.
Oder Geh mal in Google und gib "MET" ein. zwinkern

Übrigens kannst du ihm gleich heute Nacht in der Osternachtsfeier
begegnen, wo man dann endlich nach 40 Tagen Entzug wieder das Halleluja singt.

In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du fündig wirst sowie die Freude an der Auferstehung.
ursula-anna
 
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offline Christina1  

nicht registriert
Beitrag Re: Heilgebete  11.04.2004 • 11:18


Hallo,

@ Helmut vielen Dank nochmal für Deine Antwort und den Buchtipp, werde es mir gleich Dienstag aus der Bibliothek ausleihen.

@ Ursula-Anna: Auch Dir vielen Dank für Deine Tipps, ich bete schon täglich, aber bin halt nicht so geübt darin und mir deshalb auch unsicher. Was ist MET? Als ich das so bei Google eingab, kamen hauptsächlich Sachen über den Honigwein heraus zwinkern

Auch Dir ein schönes Osterfest.

Liebe Grüße
Christina
 
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offline ursula-anna  

nicht registriert
Beitrag Re: Heilgebete  13.04.2004 • 22:46


Hallo Christina glücklich

Na denn, zwinkern da müssen wir wohl beide noch ein bißchen üben. Du das Beten, ich den Umgang mit den neuen Medien. Ich war jetzt auch erstaunt, als ich unter dem MET Begriff hauptsächlich Dinge über Honigwein fand. Sorry, tut mir echt leid. Zufall? überrascht

Vielleicht war es aber nur ein Wink, ein Zeichen, dass Gott und Jesus sich nicht so gerne im Netz von uns suchen lassen.

Noch ganz kurz ein paar Gedanken zum Bibellesen. Du hast gefragt, ich möchte dir antworten. glücklich

Mir fällt es auch nicht leicht die Bibel so alleine zu lesen. Ich denke, das "Buch der Bücher" kann man nicht wie einen spannenden Krimi oder ein informatives Kochbuch lesen.

Wenn ich die Bibel lese, so ist es Gott, der zu mir sprechen will; umgekehrt beim Beten, da spreche ich zu Gott. Bibellesen heißt für mich: Gott will ein Gespräch mit mir beginnen. Dieses Gespräch wird mir somit im "Buch der Bücher" von Gott angeboten.

Nun, wie es halt so ist; ein Gespräch ist immer abhängig vom Niveau der Sprechenden. Manche Gespräche bleiben an der Oberfläche oder drehen sich um nichtssagende, belanglose Dinge. überrascht

Es gibt aber auch gute Gespräche, wo sich der eine auf den anderen einläßt. Er hört mit Verstand und Herz zu und läßt persönliche Gefühle und Erfahrungen einfließen. Ebenso der andere auch. So kommt es dann zu einer Begegnung.

Zu solchen Gesprächen lädt Gott mich durch das Bibellesen ein. Er möchte mir beim Lesen der Bibel sein Leben mitteilen und das, was er mit mir vor hat. Doch das kann nur gelingen, wenn die Worte, die ich lese nicht in meinem Kopf stecken bleiben, sondern ich diesen Worten auch mein Herz öffne.

Dies ist ein Ratschlag von mir. Du hast gefragt, ich habe geantwortet. Ich persönlich fahre gut damit. Ob es für dich das Richtige ist, das kannst nur du selbst heraus finden.

Zitat

Wie sieht Gott/Jesus den Wert der Frauen?

Ganz naiv, laienhaft und blond - hier meine Antwort.

Jesus war ein Mensch. Noch dazu ein Mann. überrascht Ich denke, er wird beim Anblick einer schönen , attraktiven Frau nicht davon gerannt sein. breites Grinsen

Also weiterhin viel Erfolg bei deiner Suche. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du auch das findest was du suchst.

ursula-anna


P.S. Wer wirklich sucht, der findet auch.
 
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offline Christina1  

nicht registriert
Beitrag Re: Heilgebete  20.04.2004 • 23:49


Liebe Ursula-Anna,

vielen Dank für Deine nette und ergiebige Antwort! Ich habe hier wirklich einige Anregungen bekommen und zur Zeit lese ich viel darüber, denke viel nach und versuche mich im beten.

Ich denke die Suche die ich Angefangen habe (schon vor langer Zeit) ist kein einfacher Weg.....

Liebe Grüße
Christina
 
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offline sonneundmond  

nicht registriert
Beitrag Re: Heilgebete  23.04.2004 • 19:20


Hallo Helmut, ich hab das Büchlein mit den Heilgebeten schon lange, liegt bei mir auf dem Nachttisch, ich lese gerne und oft darin.

sonneundmond
 
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