Forum  Suchen
80.838 Beiträge in 7.357 Themen (ø 16 Beiträge pro Tag)
nicht eingeloggt

 Forenübersicht » Wohlbefinden » Die Glücksoase » Adventskalender

« vorheriges Thema | nächstes Thema »
Seiten (3): < zurück 1 2 (3)
Autor
Beitrag
offline Adaxl  

nicht registriert
Beitrag 13.Türchen  13.12.2004 • 07:22


Interview mit dem Weihnachtsmann
Eine vorweihnachtliche Betrachtung
Erich Kästner (1899-1974)

Es hatte schon wieder geklingelt. Das neuntemal im Verlauf der letzten Stunde! Heute hatten, so schien es, die Liebhaber von Klingelknöpfen Ausgang. Mürrisch rollte ich mich türwärts und öffnete.

Wer, glauben Sie, stand draußen? Sankt Nikolaus persönlich! In seiner bekannten historischen Ausrüstung. "Oh", sagte ich. "Der eilige Nikolaus!" - "Der heilige, wenn ich bitten darf. Mit h!" Es klang ein wenig pikiert. "Als Junge habe ich Sie immer den eiligen Nikolaus genannt. Ich fand's plausibler." - "Sie waren das?" - "Erinnern Sie sich denn noch daran?" - "Natürlich! Ein kleiner hübscher Bengel waren Sie damals!"

"Klein bin ich immer noch." - "Und nun wohnen Sie also hier." - "Ganz recht." Wir lächelten resigniert und dachten an vergangene Zeiten.

"Bleiben Sie noch ein bißchen!" bat ich. "Trinken Sie noch eine Tasse Kaffee mit mir!" Er tat mir, offen gestanden, leid.

Was soll ich Ihnen sagen? Er blieb. Er ließ sich herein. Erst putzte er sich am Türvorleger die Stiefel sauber, dann stellte er den Sack neben die Garderobe, hängte die Rute an einen der Haken, und schließlich trank der mit mir in der Wohnstube Kaffee.

"Zigarre gefällig?" - "Das schlag ich nicht ab." Ich holte die Kiste. Er bediente sich. Ich gab ihm Feuer. Dann zog er sich mit Hilfe des linken den rechten Stiefel aus und atmete erleichtert auf. "Es ist wegen der Plattfußeinlage. Sie drückt niederträchtig." - "Sie ärmster! Bei Ihrem Beruf!" - "Es gibt weniger Arbeit als früher. Das kommt meinen Füßen zupaß. Die falschen Nikoläuse schießen wie die Pilze aus dem Boden."

"Eines Tages werden die Kinder glauben, daß es Sie, den echten, überhaupt nicht mehr gibt." - "Auch wahr! Die Kerls schädigen meinen Beruf! Die meisten von denen, die sich einen Pelz anziehen, einen Bart umhängen und mich kopieren, haben nicht das mindeste Talent! Es sind Stümper!" - "Weil wir gerade von Ihrem Beruf sprechen", sagte ich, "hätte ich eine Frage an Sie, die mich schon seit meiner Kindheit beschäftigt. Damals traute ich mich nicht. Heute schon eher. Denn ich bin Journalist geworden." - "Macht nichts", meinte er und goß sich Kaffee zu. "Was wollen Sie seit Ihrer Kindheit von mir wissen?" - "Also", begann ich zögernd, "bei Ihrem Beruf handelt es sich doch eigentlich um eine Art ambulanten Saisongewerbes, nicht? Im Dezember haben Sie eine Menge Arbeit. Es drängt sich alles auf ein paar Wochen zusammen. Man könnte von einem Stoßgeschäft reden. Und nun ..." - "Hm?" - "Und nun wüßte ich brennend gern, was Sie im übrigen Jahr tun!"

Der gute alte Nikolaus sah mich einigermaßen verdutzt an. Er machte fast den Eindruck, als habe ihm noch niemand die so naheliegende Frage gestellt. "Wenn Sie sich nicht darüber äußern wollen ..." - "Doch, doch", brummte er. "Warum denn nicht?" Er trank einen Schluck Kaffee und paffte einen Rauchring. "Der November ist natürlich mit der Materialbeschaffung mehr als ausgefüllt. In manchen Ländern gibt's plötzlich keine Schokolade. Niemand weiß wieso. Oder die äpfel werden von den Bauern zurückgehalten. Und dann das Theater an den Zollgrenzen. Und die vielen Transportpapiere. Wenn das so weitergeht, muß ich nächstens den Oktober noch dazunehmen. Bis jetzt benutze ich den Oktober eigentlich dazu, mir in stiller Zurückgezogenheit den Bart wachsen zu lassen."

"Sie tragen den Bart nur im Winter?" - "Selbstverständlich. Ich kann doch nicht das ganze Jahr als Weihnachtsmann herumrennen. Dachten Sie, ich behielte auch den Pelz an? Und schleppte 365 Tage den Sack und die Rute durch die Gegend? Na also. - Im Januar mache ich dann die Bilanz. Es ist schrecklich. Weihnachten wird von Jahrhundert zu Jahrhundert teurer!" - "Versteht sich." - "Dann lese ich die Dezemberpost. Vor allem die Kinderbriefe. Es hält kolossal auf, ist aber nötig. Sonst verliert man den Kontakt mit der Kundschaft." - "Klar." - "Anfang Februar lasse ich mir den Bart abnehmen."

In diesem Moment läutete es wieder an der Flurtür. "Entschuldigen Sie mich, bitte?" Er nickte. Draußen vor der Tür stand ein Hausierer mit schreiend bunten Ansichtskarten und erzählte mir eine sehr lange und sehr traurige Geschichte, deren ersten Teil ich mir tapfer und mit zusammen-gebissenen Ohren anhörte. Dann gab ich ihm das Kleingeld, das ich lose bei mir trug, und wir wünschten einander auch weiterhin alles Gute. Obwohl ich mich standhaft weigerte, drängte er mir als Gegengeschenk ein halbes Dutzend der schrecklichen Karten auf. Er sei, sagte er, schließlich kein Bettler. Ich achtete seinen schönen Stolz und gab nach. Endlich ging er.

Als ich ins Wohnzimmer zurückkam, zog Nikolaus gerade ächzend den rechten Stiefel an. "Ich muß weiter", meinte er, "es hilft nichts. Was haben Sie denn da in der Hand?" - "Postkarten. Ein Hausierer zwang sie mir auf." - "Geben Sie her. Ich weiß Abnehmer. Besten Dank für Ihre Gastfreundschaft. Wenn ich nicht der Weihnachtsmann wäre, könnte ich Sie beneiden."

Wir gingen in den Flur, wo er seine Utensilien aufnahm. "Schade", sagte ich. "Sie sind mir noch einen Teil Ihres Jahreslaufs schuldig." Er zuckte die Achseln. "Viel ist im Grunde nicht zu erzählen. Im Februar kümmere ich mich um den Kinderfasching. Später ziehe ich auf Frühjahrsmärkten umher. Mit Luftballons und billigem mechanischen Spielzeug. Im Sommer bin ich Bademeister und gebe Schwimmunterricht. Manchmal verkaufe ich auch Eiswaffeln in den Straßen. Ja, und dann kommt schon wieder der Herbst - und nun muß ich wirklich gehen."

Wir schüttelten uns die Hand. Ich sah ihm vom Fenster aus nach. Er stapfte mit großen, hastigen Schritten durch den Schnee. An der Ecke Ungerstraße wartete ein Mann auf ihn. Er sah wie der Hausierer aus, wie der redselige mit den blöden Ansichtskarten. Sie bogen gemeinsam um die Ecke. Oder hatte ich mich getäuscht? Eine Viertelstunde danach klingelte es schon wieder. Diesmal erschien der Laufbursche des Delikatessengeschäftes Zimmermann Söhne. Ein angenehmer Besuch! Ich wollte bezahlen, fand aber die Brieftasche nicht gleich. "Das hat ja Zeit, Herr Doktor", meinte der Bote väterlich. "Ich möchte wetten, daß sie auf dem Schreibtisch gelegen hat!" sagte ich. "Nun gut, ich begleiche die Rechnung morgen. Aber warten Sie noch, ich bring' Ihnen eine gute Zigarre!" Die Kiste mit den Zigarren fand ich auch nicht gleich. Das heißt, später fand ich sie ebensowenig. Die Zigarren nicht. Die Brieftasche auch nicht. Das silberne Zigarettenetui war auch nicht zu finden. Und die Manschettenknöpfe mit den großen Mondsteinen und die Frackperlen waren weder an ihrem Platz noch sonstwo. Jedenfalls nicht in meiner Wohnung.

Ich konnte mir gar nicht erklären, wohin das alles geraten sein mochte. Es wurde trotzdem ein stiller hübscher Abend. Es klingelte niemand mehr. Wirklich, ein gelungener Abend. Nur irgend etwas fehlte mir. Aber was? Eine Zigarre? Natürlich! Glücklicherweise war das goldene Feuerzeug auch nicht mehr da. Denn das muß ich, obwohl ich ein ruhiger Mensch bin, bekennen: Feuer zu haben, aber nichts zum Rauchen im Haus, das könnte mir den ganzen Abend verderben!

Schönen Adventtag
Susanna
 
    top
offline Niki  

825 Beiträge

D - Niedersachsen
Beitrag Re: 13.Türchen  14.12.2004 • 23:59


Heute gibt es noch schnell ein Rezept:

Saftige Dattelbällchen
200 g Datteln
50 g Rosinen (ungeölt)
einige EL gemahlene Mandeln
¼ TL geriebene Zitronenschale
Datteln entkernen und in ganz kleine Stückchen schneiden. Wenn möglich, Rosinen ebenfalls ein wenig zerkleinern. Trockenfrüchte einige Stunden einweichen. Nach dem Einweichen abgießen und gut abtropfen lassen. Früchte mit der geriebenen Zitronenschale und ca. 6 gehäuften EL gem. Mandeln zu einer Masse kneten. Falls die Masse noch zu flüssig zum Formen ist, weiteres Mandelmehl hinzufügen. Kleine Bällchen formen und in Mandelmehl wälzen.
Ergibt ca. 1 Eßteller mit nebeneinandergelegten Bällchen.

LG Niki
 
    top
offline Laurinello  

217 Beiträge

D - WW
Beitrag 14.Türchen  16.12.2004 • 08:58


Ich liefere nach....

ein Bild von unserem sonntäglichen Spaziergang.



Laurinello
 
    top
offline christa  

nicht registriert
Beitrag Re: 14.Türchen  16.12.2004 • 12:16


...tolles Bild!!!
 
    top
offline Ute  

2.173 Beiträge

D - Niedersachsen
Beitrag Re: 14.Türchen  16.12.2004 • 16:18


Warum habe ich eben gerade Appetit auf Äpfel bekommen? breites Grinsen

Hat die schönen Äpfel niemand gepflückt? Das ist ja jammerschade.
 
    top
offline Laurinello  

217 Beiträge

D - WW
Beitrag Re: 14.Türchen  17.12.2004 • 10:06


Also ich bin froh, dass sie niemand gepflückt hat, denn so hatte ich wunderbare Motive für meine diesjährigen Weihnachtskarten.
Freut mich, dass sie Euch gefallen haben!

Laurinello
 
    top
offline Laurinello  

217 Beiträge

D - WW
Beitrag 15.Türchen  17.12.2004 • 10:09


Auch eine Nachlieferung. Habe ich im Netz gefunden und finde ich wirklich zum schmunzeln:

Wie Weihnachten 2003 im Internet gezeigt hat, heißt jetzt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann auch der X-man sein!

Da X-mas 2004 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens ab September höchste Zeit mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen - Verzeihung: Das diesjährige Weihnachts-Roll-Out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in Time vorzubereiten.

Hinweis:
Die Kick-off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (SANta Claus ROad Show) findet bereits am 27. November 2004 statt.
Daher wurde das offizielle Come-Together des Organizing Committees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) schon am 6. Januar abgehalten.

Erstmals haben wir ein Projektstatus-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte "To-Do-Liste" und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden.
Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocation geschaffen werden, was wiederum den Service Level erhöht und außerdem hilft, "X-mas" als Brandname global zu implementieren.

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head Global Christmas Markets (Knecht Ruprecht) die Ablauf-Organisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private-Schenking-Centers sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren.
Erstmals sollen auch sogenannte Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.
Die Service-Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via Conference Call virtuell informiert und die Core-Competences vergeben.

Ein Bündel von Incentives und ein separater Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate Culture samt Identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelt.
Statt dessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testbezirk als Pilotprojekt eine Hotline (0,69 ct./Minute Legion) für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added Value für die Beschenkten zu erhöhen.

Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MISt) ist auch Benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich.
Nachdem ein neues Literatur-Konzept und das Layout-Format von externen Consultants definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 99.1) erstellt werden.
Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Updating.

Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingmaßnahme.
Ferner wurde durch intensives Brain Storming ein Konsens über das Mission Statement gefunden. Es lautet "Let's keep the candles burning" und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".

Santa Claus hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate-Redesigns, akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

In diesem Sinne noch erfolgreiche X-mas Preparations für das Jahr 2004.


Laurinello
 
    top
offline ursula-anna  

nicht registriert
Beitrag Re:  21.12.2004 • 13:35


Hallo,

ich mach jetzt halt mal ganz neugierig ein Türchen auf.
Diese Weihnachtskarte mit folgendem Text kam heute von unserem Weinlieferanten. Finde ihn sehr schön:


Manche Männer und Frauen
machen die Welt einfach dadurch besser, dass
sie so sind, wie sie sind.
Sie haben die Gabe, freundlich oder mutig oder
loyal oder integer zu sein.
Es ist wirklich ziemlich egal, ob sie hinter dem
Steuer eines LKWs sitzen
oder eine Firma leiten
oder eine Familie großziehen.
Sie lehren die Wahrheit
indem sie leben

James A. Garfield

eine restliche schöne Adventszeit wünscht euch
ursula-anna
 
    top
offline ursula-anna  

nicht registriert
Beitrag Re: noch ein Türchen  21.12.2004 • 13:50


Auch diese Geschichte lag heute als Weihnachtskarte in meiner Geschäftspost.


Der kleine Straßenfeger und das Engelshaar

In der Nacht war Schnee gefallen, und dann hatte es gefroren. Der kleine Straßenkehrer zog sich wärmer an als sonst: mit der roten Pudelmütze, dem langen blauen Wollschal und den dicken roten Handschuhen. Leider hatten die Motten Löcher hineingefressen; so schaute an beiden Händen der Zeigefinger heraus und an der linken Hand auch noch der kleine Finger.


Traurig betrachtete der kleine Straßenfeger die nackten Finger, während er zur Winterstraße ging.Heute brauchte er noch keine Schneeschaufel, aber wenn es weiter schneite, würde er mit dem Besen alleine nicht mehr auskommen. Während er so die Straße kehrte, sah er auf einmal etwas im Schnee glitzern, etwas glänzendes. Es war ein langer glänzender Faden, den der kleine Straßenkehrer aufhob. "Engelshaar", sagte er andächtig, "das Haar von einem Engel!" Und er wickelte das schimmernde Haar um seinen linken Zeigefinger, der am meisten fror.Das Engelshaar sah wunderhübsch aus - und es wärmte! Nicht nur der Zeigefinger wurde warm sondern die ganze linke Hand."Guten Morgen, kleiner Straßenkehrer", rief Fräulein Wunderlich, vor deren Garten er das Engelshaar gefunden hatte. Sie war gerade zu ihrem Vogelhäuschen unterwegs, um den Meisen und Spatzen Futter zu bringen. "Was hast du denn da hübsches am Finger?", fragte sie. "Engelshaar", sagte der kleine Straßenkehrer stolz. "Jetzt macht es mir überhaupt nichts mehr aus, daß meine Handschuhe Löcher haben." Fräulein Wunderlich lächelte ihm freundlich zu. Dann ging sie ins Haus zurück, holte rote Wolle und fünf Stricknadeln aus der Schublade und fing an, dem kleinen Straßenkehrer neue Handschuhe zu stricken. Sicher hat das der Engel so gemeint, dachte sie, als er sein Haar gerade vor meinen Garten legte.Inzwischen kehrte der kleine Straßenkehrer weiter die Winterstraße. Ab und zu blieb er stehen und betrachtete glücklich seinen linken Zeigefinger.Da kam die alte Zeitungsfrau vorbei. Sie trug ihre Hände in die Schürze gewickelt, weil sie ihre Handschuhe verloren hatte."Frierst du?" fragte sie der kleine Straßenkehrer. Die alte Zeitungsfrau nickte.Der kleine Straßenkehrer zögerte einen Augenblick, dann löste er das Engelshaar von seinem linken Zeigefinger und gab es der Zeitungsfrau. "Du mußt es um deine Hand wickeln", sagte er, "dann frierst du nicht mehr."Und merkwürdig! Nicht nur die Hände der alten Zeitungsfrau wurden warm - auch die des kleinen Straßenkehrers blieben es, ja, sie wurden noch wärmer, als sie gewesen waren.

Leider auch nichts wirklich Neues. Seit ich so meinem neuen Hobby nachgehe stelle ich fest, dass man hier im Netz mit nichts Neuem landen kann. Alles schon da -
doppelt und mehrfach. Rechte Maustaste... markieren...kopieren und einfügen. So einfach...hm... komische Zeit?
Grübel?
ursula-anna
 
    top
offline Ute  

2.173 Beiträge

D - Niedersachsen
Beitrag Re: Adventskalender  21.12.2004 • 15:45


"Ein Bruder wie er

Einer meiner Freunde namens Paul bekam von seinem Bruder ein Auto als Weihnachtsgeschenk.
Als Paul am Weihnachtstag aus seinem Büro kam, ging ein Straßenjunge um das glänzende, neue Auto herum und bewunderte es.
"Ist das Ihr Auto?" fragte er.
Paul nickte. "Mein Bruder hat es mir zu Weihnachten geschenkt."
Der Junge war sehr erstaunt. "Sie meinen, Ihr Bruder hat es
Ihnen gegeben, und es hat nichts gekostet? Junge, ich wünschte ..." Er zögerte.
Natürlich wusste Paul, was er sich wünschen würde.
Er würde sich wünschen, er hätte auch so einen Bruder.
Aber was der Bursche sagte, erschütterte ihn bis ins Mark.
"Ich wünschte", fuhr der Junge fort, "dass ich so ein Bruder sein könnte wie er."
Paul blickte den Jungen erstaunt an, dann fügte er impulsiv hinzu:
"Möchtest Du gern mal in meinem Auto mitfahren?"
"O ja, das würde ich sehr gern."
Nach einer kurzen Fahrt wandte der Junge sich mit glühenden Augen um und sagte: "Macht es Ihnen etwas aus vor mein Haus zu fahren?"
Paul lächelte ein wenig. Er dachte, er wüsste, was der Bursche wollte.
Er wollte seinen Nachbarn zeigen, dass er in einem großen Auto
nach Hause fahren konnte. Aber Paul irrte sich noch einmal.
" Halten Sie an, wo diese beiden Stufen sind?" bat der Junge.
Er lief die Stufen hoch. Dann, nach einer Weile, hörte Paul ihn
zurückkommen, aber er kam nicht schnell. Er trug seinen kleinen,
verkrüppelten Bruder. Er setzte ihn auf der untersten Stufe ab,
dann drückte er sich gegen ihn und zeigte auf das Auto.
"Da ist es Kumpel, genau wie ichs Dir oben gesagt habe. Sein Bruder
hat es ihm zu Weihnachten geschenkt, und es hat keinen Cent gekostet.
Und eines Tages gebe ich Dir genauso eines... dann kannst Du
all die schönen Sachen in den Weihnachtsschaufenstern selber sehen, von denen ich Dir erzählt habe."
Paul stieg aus und hob den Jungen auf den Vordersitz seines Autos.
Der ältere Bruder mit den leuchtenden Augen kletterte neben ihn,
und die drei begannen eine unvergessliche Ferienfahrt.
An diesem Weihnachtstag lernte Paul, was Jesus meinte, als er sagte:

"Geben ist seliger..."

(Verfasser unbekannt)
 
    top
offline ursula-anna  

nicht registriert
Beitrag Re: Adventskalender  23.12.2004 • 23:30


Dies lag heute in meiner Geschäftspost - ist auch ganz schön:

Es ist, es war und wird nie verblassen
Glücksgefühle, lieben statt hassen.
Der Nächste dein Freund und nicht dein
Feind.
Über Hartherzigkeit wird geweint.
Denn eigentlich wissen wir alle,
wir buddeln unsere eigene Falle, wenn
wir Egoismus walten lassen und...
Gefühle nicht in Worte fassen.
Der Weihnachtsbaum macht es klar.
wer stets zu unbarmeherzig war
wird das Wahre nie verstehen
und den Stern nie leuchten sehen

Barbara Rach
 
    top
 
Seiten (3): < zurück 1 2 (3)
« vorheriges Thema | nächstes Thema »

Gehe zu:    

Besucher
869 Mitglieder. Online: keine Mitglied(er) und 8 Gäste. Neuestes Mitglied: Orangerot
Mit 121 Besuchern waren am 25.08.2015 • 19:17 die meisten Besucher gleichzeitig online.
Online-Status bezogen auf die letzten 15 Minuten Beiträge der letzten 24 Stunden