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offline christa  

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Beitrag Chili  24.01.2005 • 19:03


Schmerzlinderung aus der Chilischote

Cayennepfeffer erzeugt nicht nur in scharfen Gerichten von innen feurige Warme im Körper. In den Früchten des Cayennepfeffers, den Chilischoten, ist der Wirkstoff Capsaicin enthalten. Er wirkt auch von außen bei Gelenkschmerzen wärmend, schmerzlindernd und heilend. Eine Salbe mit Cayennepfeffer regt die Durchblutung tief im Gelenk an, die Nährstoffversorgung der Gelenkknorpel wird gefördert, die Bildung von Gelenkschmiere angeregt. Die Schmerzen lassen nach, und damit kehrt die normale Beweglichkeit zurück.

Nach längerer Anwendung reagieren auch die Nervenfaserenden auf das Capsaicin - die langfristig schmerzstillende Wirkung tritt ein.
Der Cayennepfeffer - ein natürliches Heilmittel

In der Medizin finden die Früchte des Cayennepfeffers seit langer Zeit Anwendung. Vor allem bei der Behandlung von Gelenkschmerzen, Arthrose oder Rheuma setzt man auf die Wirkung des Capsaicin in der äußerlichen Anwendung. Bekannt ist das scharfe Gewürz als natürliches Heilmittel für seine Wärmewirkung, seine entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften.


Der natürliche Inhaltsstoff des Cayennepfeffers wirkt zusätzlich diesen entzündlichen und schmerzhaften Vorgängen entgegen. Dr. Jan-Peter Jansen, Schmerztherapeut aus Berlin, erklärt den Wirkmechanismus: "Capsaicin hemmt die Freisetzung eines bestimmten Schmerzbotenstoffes, der so genannten Substanz P. Die bestehenden Vorräte an dieser Substanz P werden entleert, die Schmerzsignale nicht mehr übertragen. Auch nach Beendigung der lokalen Therapie mit einem Cayennepfeffer-Balsam hat der Patient keine Schmerzen mehr".

Erste Reaktionen auf die Leerung der "Schmerzspeicher" sind meist schon nach wenigen Tagen zu spüren Nach mehrwöchiger Behandlung zeigt sich die langfristige Wirkung .

Wärme wird bei einer Arthrose und bei vielen anderen rheumatischen Erkrankungen oft als besonders wohltuend empfunden. Die natürliche Wärme des Cayennepfeffers mit seinen heilsamen Auswirkungen bis tief in die Gelenkfunktionen hat sich bei Rheuma, der "Volkskrankheit Nummer Eins", bewährt. Die äußerliche Anwendung des Capsaicins in einer Salbe hat zudem den Vorteil, direkt und unmittelbar lindernd am Ort des Geschehens zu wirken, ohne den Organismus insgesamt zu belasten.

Alles begann in der Nähe von Mexico City im Jahre 6500 v.Chr. Dort haben die Bewohner zum ersten Mal wilde Chilis gesammelt. Über den Begin der Kultivierung der Chilis besteht noch keine vollständige Klarheit. Die Zahlen reichen von 3400 v.Chr. bis 250 v.Chr.
Damals wurden die Chilis von Ureinwohnern als Gewürz und Gemüse verwandt. In Peru wurden damals die Chilis sogar als Währung akzeptiert.

Die Chilis kamen mit Christoph Kolumbus nach Europa. Das war im Jahr 1492. Fälschlicherweise bekamen die mitgebrachten Chilipflanzen den Namen pimenta nach dem spanischen Wort für Pfeffer. Erst der Arzt Christoph Kolumbus', Dr. Alvarez Chanca, gab 1494 der Gattung den noch heute gültigen Namen Capsicum.
Im spanischen Klima gediehen die mitgebrachten Schoten und wurden von dort ansässigen Mönchen kultiviert. Kurioserweise wurden die Pflanzen anfangs als Zierpflanze angesehen, aber nach und nach fand man Geschmack an den Früchten. 50 Jahre nach der Entdeckung der Chilis wurden sie von dem deutschen Medizinprofessor Leonard Fuch genauestens untersucht und erforscht. Bekanntschaft mit den Chilis machte auch der deutsche Hans Stade im Jahre 1550, der von den brasilianischen Ureinwohnern gefangengenommen wurde. Im 18. Jahrhundert wurde Licht in das Wirrwarr von Arten gebracht. Und zwar durch den schwedischen Botaniker Carl von Linné. Er wies die Chilis eindeutig der Gattung Capsicum zu.

Die Portugiesen, die sich eher in Südamerika aufhielten, beförderten die Chilis zuerst nach Afrika und von dort aus nach Indien. Weiterhin wurden die Chilis von den Portugiesen auf ihren Handelsrouten nach China, Korea, Japan und den Philippinen gebracht. Heutzutage ist Indien der größte Chili Produzent der Welt.

Und die Chilis erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Eine Chili ist scharf. Aber was macht sie so scharf? Es ist der Wirkstoff Capsaicin (chem: C18H22NO3). Eigentlich ist er nur Bestandteil einer Wirkstoffgruppe, der Capsaicinoide. Zu dieser Gruppe gehört auch der Wirkstoff Dihydrocapsaicin. Beide machen ca. 90% der sogenannten "Scharfmacher" in einer Chili aus. Capsaicin ist ein Wirkstoff, der -mit Ausnahme der Schärfe- geschmacklos und farblos ist. Capsaicin ist ziemlich robust. Weder Kälte noch Hitze können etwas ausrichten. Der Stoff ist nur in Alkohol und Fett löslich, daher ist es auch nutzlos, Wasser gegen das "Brennen" zu trinken. Capsaicin besitzt also nur die Eigenschaft der Schärfe. Diese Schärfe wird nicht durch die Geschmacksnerven übermittelt, sondern wirkt lediglich auf die Wärmerezeptoren. Daraus resultiert ein völlig anderes Geschmacksempfinden als bei dem Genuß von mit Pfeffer gewürzten Speisen. Es wird quasi eine thermische Täuschung erzeugt. Durch den häufigen Genuß von Chilis werden die Nerven desensibilisiert, was erklärt, weshalb einige Leute die Chilis besser "vertragen" als andere. Diese Desensibilisierung für die Schärfe hat jedoch nichts mit dem Geschmacksempfinden als solches zu tun. Es wäre völlig falsch zu behaupten, daß Menschen, die sehr scharfe Sachen essen, nichts anderes mehr schmecken würden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, daß diese in den Speisen enthaltene Schärfe die anderen Gechmacksnerven mobilisiert wodurch es gewissermaßen zu einer "Geschmacksverstärkung und -intensivierung" kommt. Nicht umsonst verfeinern gerade die armen Bevölkerungsschichten in Südamerika ihre "faden" Reis- und Mehlgerichte mit Chili, um auf preiswertem Wege die Speisen aufzuwerten.

Machen Chilis abhängig? Natürlich nicht, aber das Gehirn wird bei dem Verzehr von Chilis betrogen. Das bedeutet nichts anderes, als daß dem Gehirn ein Schmerz vorgespielt wird (manchmal ist es nicht nur simuliert). Daraufhin veranlaßt das Gehirn die Ausschüttung von Endorphinen, dem körpereigenen morphiumähnlichen Schmerzkiller. Da aber eigentlich keine Verwundung des Körpers vorliegt, ist nun ein Überschuß an Endorphinen vorhanden, was dazu führt, daß wir nach dem Verzehr von Chilis ein gewisses Glücksempfinden beobachten können. Aus diesem Grund kann man bei Chili Fans folgendes Verhalten häufig beobachen: Kaum hat der "Schmerz", das Husten und Tränen der Augen nach dem Genuß einer scharfen Chili nachgelassen, greift der betreffende schon wieder zu und probiert die nächste Schote.

Wie teilt man nun die Chilis bezüglich ihrer Schärfegrade ein? Im Jahre 1912 entwickelte der Pharma Wissenschaftler Wilbur L. Scoville ein Meßverfahren zur Einteilung der Schärfegrade. Eingeteilt werden die Chilis anhand der sogenannten Scoville-Einheiten. Die Einteilung reicht von 300.000 Scoville-Einheiten (Stufe 10), dies gilt für die Habanero und Scotch Bonnet, bis 0, der Feher oder der Sweet Banana. Der Wert 300.000 bedeutet, daß man eine Habanero mit der 300.000fachen Menge Wasser verdünnen müßte, damit die Schärfe nicht mehr erkennbar wäre. Wilbur L. Scoville hat die pürierten Schoten tatsächlich soweit mit Wasser verdünnt, bis die Probanten keine Schärfe mehr schmecken konnten. Diese Verfahren war natürlich relativ ungenau und von dem subjektiven Empfinden der Testpersonen abhängig. Heute ermittelt man den Schärfegrad mittels HPLC (High Performance Liquid Chromatography), einem chemischen Analyseverfahren, welches sehr genaue Ergebnisse liefert. Alle Chili-Sorten sind heute in der sogenannten Heat-Scale (von 0 bis 10 bzw. 0-300.000 Einheiten) erfaßt.

Was tun, wenn es brennt? Da Capsaicin nicht wasserlöslich ist, hilft kein Bier, Wein oder ähnliches (wobei ein Bier auch nicht schadet...). Aber Capsaicin ist besonders fettlöslich. Daher helfen z.B. Milch oder andere Milchprodukte, wie z.B. Käse oder Joghurt. Mit Käse kann man auch zu scharf geratene Speisen wieder etwas "entschärfen". Ein anderer wirkungsvoller Methode zur Bekämpfung der Schärfe ist das Lutschen einiger Körner Salz, wodurch es sofort zu einer Linderung der Schärfe kommt.Auf gar keinen Fall sollte man ein Glas Wasser trinken, da man hiermit das Capsaicin nur noch mehr verteilt.
Neben dem Wirkstoff Capsaicin enthält die Chili noch andere nützliche Stoffe. Sie ist reich an Vitamin C (vor allem in der noch grünen Form) und P. Zusätzlich enthält sie die Vitamine A (besonders in den reifen meist roten Früchten), B1, B2 und B12. (Siehe auch Kapitel: Fit mit
Chili)

Über die Bezeichnung von Chilis herrscht immer noch große Uneinigkeit und außerdem variiert sie von Land zu Land. In Deutschland betrachtet man die Chilis je nach Schärfegrad als Gemüse oder als Gewürz. Während die milden Sorten im allgemeinen als Gemüsepaprika bezeichnet werden, werden die scharfen Sorten oft generell als Chili oder Cayenne bezeichnet, unabhängig von ihrem eigentlichen botanisch richtigen Namen. Häufig werden die Früchte auch in der grünen Phase als Gemüse bezeichnet und im ausgereiften meist roten Zustand werden sie zu Gewürz. In Ungarn beispielsweise nennt man alle frischen Schoten Gemüse, währen alle getrockneten Früchte in die Gewürzkategorie fallen. In Deutschland ist auch der Begriff Peperoni als Bezeichnung für scharfe Chilis gebräuchlich, wohingegen die Italiener die milden Gemüseparika mit Peperoni betiteln und die scharfen Gewürzpaprika als Peperoncini. Letztendlich ist es nur wichtig, daß man die Chilis zu jedem Zeitpunkt ernten kann. Der Geschmacksunterschied zwischen der grünen und der roten Form ist doch vergleichsweise gering (die reifen Chilis bekommen ein etwas süßlicheres Aroma und sollen nicht ganz so beißend scharf sein). Jedoch eignen sich die ausgereiften Früchte besser zum Trocknen. Die Chilis sind, wie schon bei der Begriffdefinition angdeutet, mit der Paprika verwandt und sie gehören zur Gattung der Nachtschattengewächse. Ursprünglich stammen alle Chiliarten und damit auch der Paprika von einer Ursprungsart dem sogenannten Bird-Pepper (einer erbsengroßen Wildform) ab. Im Laufe der Jahre ist es gelungen, eine 500fache Fruchtvergrößerung zu erzielen. Außerdem hat man die Schärfe gwissermaßen "herausgezüchtet". Mitte des 18. Jahrhunderts teilte der Botaniker Carl von Linné die Capsicum-Gattungen in mehrere Hauptarten ein: capsicum annum (jährlich), capsicum frutescens (strauchförmig), capsicum baccatum (beerenähnlich). Die Sorte capsicum chinense (chinesisch) wurde von Nikolaus von Jacquin und die Sorte capscum pubescens (haarig) von den Wissenschaftlern Ruiz Lopez und Pavon festgelegt. Einige dieser Arten lassen sich auch über mehrere Jahre anbauen. Ursprünglich sind alle Sorten mehrjährig, jedoch hat sich ein Großteil an einen einjährigen Zyklus angepaßt, da sie in Breitengraden kultiviert wurden, in denen es im Winter Frost gibt. Dies sollte jedoch niemanden davon abhalten, die große Herausforderung der Überwinterung einer Chili Pflanze anzunehmen.

Die Einteilung die getroffen wurde ist nicht mit 100% Sicherheit zu beweisen. Da sich die Chilis früher über die Handelswege in alle Himmelsrichtungen verteilt haben, ist es schwer, sie in eine dieser Klassen einzuordnen. Mit Hilfe der heutigen Technik werden immer neue Erkenntnisse deutlich und es wird bald wohl eine neue bzw. eine Erweiterung der Klassen geben müssen.
Hier möchten wir nur kurz grobe Unterscheidungsmerkmale der fünf Hauptgruppen nennen:

Capsicum annuum: Zu dieser Sorte gehören die meisten bekannten Gattungen, wie z.B. Gemüsepaprika, Peperone und Peperoncini. Charakteristisch ist, daß aus den Verzweigungsstellen der bis zu 150cm hohen Pflanzen jeweils nur eine nach unten hängende Blüte wächst.

Capsicum frutescens: Hier können pro Verzweigungspunkt 1-2, ganz selten bis zu 4 aufrecht stehende Blüten entstehen. Zu dieser Gattung zählen lediglich die sehr scharfen Wildformen, wie z.B. Tabasco. Die Früchte sind im reifen Zustand besonders weich und spitzkegelig. Blüten und Früchte stehen aufrecht.

Capsicum pubescens: Hierbei handelt es sich um die einzige bedingt frostfeste Sorte (bis -5°C).Diese Sorte hat auffallend behaarte Blätter. Außerdem sind die Blüten violett und die Samen sind meist schwarz) Die bekanntesten Sorten sind die Rocoto und die Manzano .

Capsicum chinense: Diese großblättrige Variante trägt an den Verzweigungsstellen zwei bis fünf Blüten. Zu dieser Gattung gehören Habanero und Scotch Bonnet. Auffallend ist die ringförmige Verdickung des Kelches.

Capsicum baccatum: Diese Sorte ist ebenfalls großblättrig und trägt pro Verzweigungspunkt eine Blüte. Sie ist kältefest bis 0°C und beherbergt ausschließlich sehr scharfe Sorten.

Die Urform der Chili ist der Bird-Pepper, Tepin, oder auch Chiltepin genannt. Die Früchte, die diese Chili trägt ähneln nicht den Früchten, die von den meisten Chilis bekannt sind. Die Früchte dieser Chili ähneln eher Beeren und sind etwa so groß wie Erbsen. Die längliche Form der heute üblichen Chilis beruht auf der Züchtung des Menschen, der naturgemäß immer die größten Früchte zur Gewinnung neuer Samen benutzt.

Heute ist es möglich, Chilis mit beinahe jeder gewünschten Form oder jedem gewünschten Schärfegrad zu züchten. Die schärfste bisher gezüchtete Kulturform ist die Red Savin Habanero mit 570.000 Scoville-Einheiten. In der Natur existieren auch Chilis die frostfest (bis ca. -5°C) sind und in einer Höhe von bis zu 3000 Metern in den Anden wachsen.

Auffällig ist auch, daß die "kleinen" Sorten im allgemeinen schärfer sind als ihre "großen" Verwandten. Außerdem sind die dünnwandigen Sorten ebenfalls schärfer als ihre dickhäutigeren Artverwandten. Darauf sollte man sich jedoch nicht verlassen. Unbekannte Sorten sollte man immer ganz vorsichtig testen, um nicht eine böse Überraschung zu erleben.

Neben dem schärfeverleihenden Capsaicin, dessen Anteil bei sehr scharfen Chilis bis zu 1,7% beträgt, ist eine Chilischote reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Chilis sind besonders reich an Vitamin C, E, Carotinoiden und Flavonoiden. Nicht umsonst hat es in den letzten Jahren mehr als 200 medizinische Abhandlungen zum Thema Chili bzw. Capsaicin in der Medizin gegeben.

Da unser Körper Vitamin C nicht selbst herstellen kann, ist er darauf angewiesen, daß wir ihm genügend Vitamin C über unsere Nahrung zuführen. Vitamin C hilft unserem Körper beim Knochenaufbau, bei der Entgiftung von jeglichen Schwermetallen, bei der Abwehr von Infektionen durch Bakterien und zur Stabilisierung der Blutgefäße, um nur einige Wirkungen aufzuzeigen. Beeindruckend ist, daß 100g des Fruchtfleisches einer durchschnittlichen Chilischote etwa 110 bis 160mg Vitamin C enthalten, was dem doppelten Gehalt von 100g Zitrone entspricht, welche gemeinhin schon als sehr Vitamin C reich betrachtet wird. Das heißt, das der Verzehr einer Paprikaschote den Tagesbedarf an Vitamin C eines Menschen deckt.

Vitamin E ist besonders wichtig zum Schutz der roten Blutkörperchen, um einen einwandfreien Sauerstofftransport im Blut zu gewährleisten. Chilis liefern etwas 1mg Vitamin E pro 100g. Der Menschliche Körper benötigt etwas 12mg Vitamin E pro Tag.

Carotinoide, von denen das bekannteste sicherlich das Betacarotin ist, findet man in Chilischoten sehr reichlich. Neben dem Betacarotin ist Capsanthin eines der Haupcarotinoide. Es färbt 10x intensiver als Betacarotin und wird in der Lebensmittelindustrie als Farbstoff E 160c bezeichnet. Es gibt keine andere Gemüseart, die mehr Carotinoide enthält als die Chilis. 10% der insgesamt 600 Carotinoide können vom Körper zur Vitamin A Synthese benutzt werden, der Rest wirkt als Antioxidantien und zur Abwehr freier Radikaler. Carotinoide schützen den menschlichen Körper vor Arteriosklerose, Krebs, Herzerkrankungen, Arthritis, Rheuma und grauem Star.

Flavonoide können etwas vereinfacht als Vitamin P betrachtet werden. Vitamin P hilft dem Körper, sich gegen Bakterien und Viren zur Wehr zu setzen. Desweiteren schützt es vor Arteriosklerose, Herzinfarkt und Krebs. Der Flavonoid-Gehalt ist bei ausgereiften "kräftig farbigen" Chilis um ein vielfaches größer als der bei den noch unreifen grünen Früchten. Durch die enthaltenen Flavonoide (insgesamt 800 verschiedene) wird die Wirkung des ohnehin schon reichlich vorhandenen Vitamin C´s um das 20fache gesteigert.

Das Capsaicin, welches der Chili Ihre Schärfe verleiht, ist das Vanillylamid einer Isodecensäure (der 8 Methylnon-6-ensäure). Es regt den Stoffwechsel um bis zu 25% an und bewirkt, daß der Körper Glukose um etwas ein viertel schlechter verwerten kann, wodurch es nicht unwesentlich dazu beiträgt, eine angenehme Figur zu behalten. Außerdem hat die gefäßerweiternde Wirkung von Capsaicin einen positiven Einfluß bei der Bekämpfung von Kopfschmerzen.

Insgesamt kann man den Chilis die folgenden positiven Wirkungen zuschreiben:
Stärkung de Immunsystems
Schutz der Arterien
Krebsvorbeugung
Migräneabwehr
Regulierung von Bluthochdruck
Hilfe bei Gewichtsreduzierung

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offline engelchen  

109 Beiträge

D - bei Frankfurt (m)
Beitrag Re: Chili  24.01.2005 • 23:34


Super interessant !!
Danke für die viele Mühe, die du hier machst glücklich



Liebe Grüße
vom Engelchen
 
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offline christa  

nicht registriert
Beitrag Re: Chili  25.01.2005 • 06:11


gerne - ich liebe Chili glücklich
 
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offline ursula-anna  

nicht registriert
Beitrag Re: Chili  25.01.2005 • 08:33


Zitat von christa

gerne - ich liebe Chili glücklich

... ich auch!

manchmal darf es sorgar etwas mehr sein. glücklich

Gruß
ursula-anna
 
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offline Marion-Mary  

215 Beiträge

D - GP
Beitrag Re: Chili  25.01.2005 • 23:48


wow, Christa ich bin beeindruckt - soviel hätte ich dem Gewürz mit dem kurzen Namen niemals zugetraut - wow auch an dich für das Recherchieren zwinkern

LG
Marion



Humor ist das Salz der Erde,
und wer gut durchgesalzen ist,
bleibt lange frisch.
(Karel Capek)
 
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