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offline tamara  

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D - Herne
Beitrag Zitronengras  25.01.2005 • 07:18


Zitronengras ( Cymbopogone citatus)

Pflanzenbeschreibung

Zitronengras gehört zu der botanischen Familie der Gräser (bot.: Gramineae, Poaceae). Diese Gewürzpflanze ist eine grasähnliche oder auch schilfartige Staude aus den Tropen Asiens mit langen, spitzen Blättern.
Diese wachsen dann Büschelartig aus dem meist trockenem, sandigem Boden. Es benötigt keine besondere Pflege um die Pflanze bis zu einem Meter hoch werden zu lassen. Meist wächst sie im Umfeld des südostasiatischen Hauses, wo es dann bei Bedarf geerntet werden kann.

Trotz seines Namens hat Zitronengras nichts mit Zitrusfrüchten zu tun. Die Namensgebung erfolgte lediglich durch den zitronenähnlichen Duft, der das Gras beim Zerreiben entfaltet.

Für den Duft und den Geschmack ist das ätherische Öl Citral verantwortlich. Dieses Öl ist der Hauptbestandteil von Zitronengrasöl.

Herkunft

Die etwa 55 Arten der Gattung sind zumeist in Südasien, Südostasien und Australien heimisch.
Das Ostindische Zitronengras (bot.: Cymbopogone flexuosus) kommt wild in Sri Lanka, Indien, Burma und Thailand vor; für das Westindische Zitronengras (bot.: Cymbopogone citratus) wird dagegen ein malaysischer Ursprung angenommen. Beide Arten werden auch in großem Umfang angebaut.
Die kulinarisch bedeutsamere Art ist das Cymbpogone citratus. In Indien wird es zwar zur Parfumherstellung und als Heilkraut kultiviert, aber nicht als Gewürz verwendet. Die Verwendung in der Küche beschränkt sich auf Sri Lanka und Südostasien.

Ernte und Lagerung

Die Pflanzenstängel werden oberhalb der Wurzel vom Grasbüschel abgeschnitten. Die nicht verwertbaren Grasblätter sind oberhalb des Stängels abzutrennen. Zurück bleibt ein 10 bis 13 cm langer Stängel.
Frisch gekauft kann man sie im Gefrierbeutel im Eisfach lagern.

Verwendung

Ihr Aroma ist kräftig, säuerlich und erinnert sehr an Zitrone.

Nur ganz junge, zarte oder sehr fein gehackte Pflanzen können gegessen werden, da die Stängel sehr schnell strohig werden. Dann ist ihr Aroma allerdings besonders intensiv.

Man entfernt die äußeren Schichten und schneidet das weiße Innere in Scheiben, hackt es fein oder zerstößt es im Mörser. Bei Verwendung des ganzen Stängels klopft man diesen mit der Rückseite eines Messers weich und kocht ihn im Ganzen mit. Diese werden vor dem Servieren entfernen.

Auch zur Teebereitung eignet sich Zitronengras sehr gut. Zum Zerschneiden empfiehlt sich wegen der Zähigkeit ein Hack- oder Sägemesser oder eine Schere.

Zitronengras ist in jedem gut geführten Asia-Shop und auf einigen guten Wochenmärkten erhältlich.

Heilwirkung

Wirkt gegen Blähungen und als Beruhigungsmittel. Als ätherisches Öl eignet sich Zitronengras als effektives Mittel gegen Fliegen, Zecken und Läuse (Zitronella).

Die traditionelle indische Medizin setzt es seit Jahrhunderten ein. Da Zitronengras bei einigen Menschen zu Hautreizungen führen kann, ist es für Babys und Kinder ungeeignet.
 
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