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Beitrag Dille  25.01.2005 • 07:39


Die Dille wird auch Gurkenkraut genannt, woraus man gleich mal eine Verwendungsmöglichkeit in der Küche ablesen kann.

Es handelt sich um ein Gewächs aus der Familie der Doldenblüter, die Blütezeit ist Mai bis September, gesammelt werden kann von Juni bis September.
Es kommt in Europa, Asien und Nordamerika vor. Ursprünglich stammt es aus Zentralasien. In Indien wird eine verwandte Art angebaut, die Früchte sind zwar größer, dafür aber weniger aromatisch. Es empfiehlt sich, die in (original) indischen Kochbüchern angegebenen Dillmengen um ca. 30-50% zu reduzieren.

Die Dille liefert uns gleich 2 Gewürze. Einerseits verwendet man die getrockneten Früchte (die wir wieder einmal fälschlicherweise als Samen bezeichnen), andererseits das frische oder auch getrocknete Kraut, das allerdings beim Trocknen viel an Aroma verliert.
Die Inhaltstoffe von Früchten und Blättern sind etwas unterschiedlich. In der Hautpsache finden sich Carvon und Limonen - in den Blättern sind auch noch andere ätherische Öle vorhanden.
Der Name ist vermutlich mit dem altnordischen "dilla = beruhigen, beschwichtigen" verwandt. Dille hat eine beruhigende Wirkung auf das Verdauungssystem, ist krampflösend, antiseptisch und verdauungsfördernd. Es wirkt appetitanregend (naja, solangs auf gesunde Sachen Appetit macht kann uns das ja recht sein) und wirkt beruhigend bei Schlaflosigkeit. Außerdem soll es die Milchbildung anregen.

Äußerlich wird es als Beigabe zu Massageöl für Kinder die unter Blähungen leiden verwendet.

Psychisch-seelische Anwendung: Für die seelische Verdauung ist Dillöl eines der mildesten Anregungsmittel, das beruhigt. Es eignet sich für zarte, empfindsame Menschen. Es regt den Energiefluss neu an und löst Blockaden.

In der Küche sei zu beachten, dass Dille beim Kochen sehr rasch an Würzkraft verliert, deshalb erst kurz vor dem Servieren zugeben.
Wie Kümmel, den ich gestern beschrieben habe ist auch Dille ein sehr kontroversielles Gewürzkraut. Man liebt ihn oder man kann ihn im wahrsten Sinne des Wortes nicht riechen. Deshalb gibts ihn bei mir zu Hause nur wenn mein Mann nicht da ist zwinkern.
Man verwendet ihn zum Sauerkraut und Gurken einmachen, für Fischgerichte, Salate, Soßen, Kräuterlikör.

Eines meiner Lieblingsrezepte mit Dille sind einfache aber total delikate Dillkartoffeln:
Junge Kartoffeln kochen und schälen. Mit einer Mischung aus Creme fraiche, reichlich gehackter Dille, Salz, Pfeffer vermischen.
Hmmm...
 
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