Forum  Suchen
80.838 Beiträge in 7.357 Themen (ø 16 Beiträge pro Tag)
nicht eingeloggt

 Forenübersicht » Ernährung » Kräuter & Gewürze » Salbei

« vorheriges Thema | nächstes Thema »
Seiten (1): (1)
Autor
Beitrag
offline Adaxl  

nicht registriert
Beitrag Salbei  26.01.2005 • 10:21


Salvia officialis:

Dieses Kraut gehört zu der Familie der Lippenblütengewächsen. Salvienarten gibt es reichlich. Auch als Zierpflanze ist sie sehr schön geeignet.
Es wächst auf sonnigen, eher trockenen Plätzen.
Schon der Name deutet auf die große Wertschätzung hin, die diesem Kräutlein entgegengebracht wurde und wird: das lateinische Wort salve = heilen, salvare = gesund sein.
Ein arabisches Sprichwort sagt: „Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst“.
Die Herkunft wird mit Mittelmeerraum und Kleinasien angegeben.
In China wurde er so geschätzt, dass man ihn bei den Holländern gegen die dreifache Menge besten Tees tauschte.

Verwendung finden die Blätter. Charakteristisch ist deren aromatischer bitterer Duft und Geschmack. In Mittelamerika finden sich aber auch fruchtartig riechende Salvien (Ananassalbei, Pfirischsalbei).
Die Inhaltsstoffe (ätherische Öle) sind in den einzelnen Arten ziemlich unterschiedlich.
In der Küche sollten hauptsächlich die jungen Blätter verwendet werden. Er besitzt eine große Würzkraft, daher nur sparsam einsetzen. Typische Gerichte mit Salbei sind: Fleisch-,Fisch-, Hammel-, Lamm-, Entengerichte, Leber, Blutwurst, Suppen (speziell Aalsuppe), Käsegerichte, Gans, Schweinefleisch, Würste, Kalb, Salate, Bohnen, Erbsen.
Persönliche Anmerkung: uns schmeckt zu Gegrilltem sehr gut Salbeibutter (wie Kräuterbutter herzustellen) und Salbeikartoffeln (junge, frisch gezupfte Salbeiblätter leicht in Olivenöl anrösten und mit Bratkartoffeln vermengen).
Sehr gut schmecken auch „Salbeichips“. Die gewaschenen Blätter werden in Pfannkuchenteig getaucht und in heißem Fett ausgebacken.
Salbei harmoniert gut mir Knoblauch, Zwiebeln und Rosmarin. Er soll hervorragend zur Apfelkonfitüre (Marmelade) passen.

Heilwirkung: Salbei enthält ätherisches Öl, ist keimhemmend (speziell Bakterien und Pilze), weshalb er für schlecht heilende, entzündende Wunden und Erkrankungen im Mund- und Rachenraum verwendet wird. (Mund- und Rachenspülungen mit Salbeitee kennen wir wohl alle). Er regt Leber und Galle an und wirkt bei Fieber schweißtreibend, sonst schweißhemmend. Salbei soll bei Verstopfung , Durchfall und chronischen Ermüdungserscheinungen helfen und ein kreislaufanregendes Mittel sein.

In allen Verbreitungsgebieten wurde er früher zum Räuchern verbrannt – in Krankenzimmern wirkt der Rauch antiseptisch.
Ein Sträußlein Salbei versteckt im Gebetsbuch sollte verhindern, dass der Gläubige während der Predigt des Pfarrers entschlummerte.
Zum Hexenschutz wurde ein geweihtes Büschel Salbei an den Türstock gehängt.
Aphrodisierende Wirkung wird ihm auch nachgesagt.
In der Antike wurde der Muskatellersalbei zur Stimmungsaufhellung benützt (räuchern). Der narkotisch, krautige Duft regt die Kreativität positiv an und wirkt ausgleichend und beruhigend auf die Psyche.

Alles in allem ein ziemliches Wundermittel wie ich staune.
 
    top
 
Seiten (1): (1)
« vorheriges Thema | nächstes Thema »

Gehe zu:    

Besucher
869 Mitglieder. Online: keine Mitglied(er) und 12 Gäste. Neuestes Mitglied: Orangerot
Mit 121 Besuchern waren am 25.08.2015 • 19:17 die meisten Besucher gleichzeitig online.
Online-Status bezogen auf die letzten 15 Minuten Beiträge der letzten 24 Stunden