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offline tamara  

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D - Herne
Beitrag Curry Blätter - Karapincha  27.01.2005 • 05:25


Curryblätter werden in Südindien und Sri Lanka in großem Umfang verwendet (und sind für den authentischen Geschmack ganz unentbehrlich), sind aber auch im Norden Indiens von einiger Bedeutung.

Zusammen mit Einwanderern aus dem südlichen Indien erreichten die Curryblätter auch Malaysia, Südafrika und die Insel Réunion.

Außerhalb des indischen Einflußgebietes sind sie auch heute noch ziemlich unbekannt.

Currypulver ist eine britische Erfindung, um den Geschmack indischer Speisen mit geringem Aufwand zu imitieren. Laut Literatur enthalten einige Mixturen für Currypulver tatsächlich Curryblätter, aber wahrscheinlich nur aus historischen oder linguistischen Gründen; ihren Geschmack verlieren die getrockneten Blätter nämlich nach ein paar Tagen.

Curryblätter werden immer frisch verwendet und den Gerichten meist vor dem Servieren beigegeben; da die südindische Küche dominant vegetarisch ist, findet man sie fast nur in Gemüsegerichten, allen voran in dünnen Linsen- oder Gemüsecurries (sambaar) und in Füllungen von knusprigen Teigtaschen (samosa).

Wegen ihrer weichen Konsistenz ist es gänzlich überflüssig, sie vor dem Servieren zu entfernen; sie können gefahrlos mitgegessen werden.

In Sri Lanka verwendet man Curryblätter auch zum Würzen von Hühner- und Rindfleischcurries sowie für kurz gebratenes Gemüse mit Fladenbrotschnitzeln (kottu rot)

Die srilankanische Küche ist durch fast exzessive Verwendung von Chilies extrem scharf, zugleich aber auch sehr aromatisch. Verglichen mit Indien, ißt man in Sri Lanka mehr Fleisch und weniger Milchprodukte; als Grundlage für Saucen, in denen man Fleisch oder Gemüse weichschmort, dient statt Joghurt entweder nur Wasser oder dünne Kokosmilch.

Der typisch srilankanische Charakter der Speisen entsteht dadurch, daß einige Gewürze (Kreuzkümmel, Koriander, schwarzer Senf, Bockshornklee) vor der Verwendung bis zu einem ziemlich dunklen Farbton trocken geröstet werden; dadurch schmeckt das Essen „dunkler“ oder „brauner“ als in Indien.

Einheimische aromatische Gewürze werden gerne genutzt (Zimt, Cardamom) und singhalesische Köche verwenden weiters noch gerne frische Blätter wie Curryblätter, Pandanusblätter und Zitronengras; die letzteren beiden werden in Indien nicht oder kaum kulinarisch verwendet.

Man kann die Blätter zwar auch einige Tage im Kühlschrank frischhalten, sie werden aber besser in der Tiefkühltruhe gelagert. Sie erhalten ihr Aroma besser, wenn man sie bis zur Verwendung nicht von den Zweigen ablöst.

Medizinisch:

Extrakt aus Curry Blättern stärkt den Magen und fördert seine Tätigkeit und kann als mildes Abführmittel verwendet werden, desweiteren sollen der Verzehr der Blätter oder des Extraktes vorzeitiges Ergrauen verhindern.
 
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