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offline Mirabelle  

44 Beiträge
Beitrag Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  10.05.2005 • 17:07


Hallo Ihr Lieben,
kennt Ihr das auch ?
Da habe ich etwas abgenommen, freue mich riesig. Aber dann kommt doch ein Punkt, an dem man sich alles verdirbt.
Genau jetzt muss die Schokolade her,
genau jetzt wird abends so richtig voll genossen,
mit allem Pi und Po und Wein und .....
Es ist so, als würde man das alte Gewicht verteidigen. Mit einem Tag wird alles verdorben, was so gut aufgebaut worden ist. Dann hat man sich mal etwas "erlaubt" und nimmt auch prompt zu. Findet das dann auch ungerecht, dass man nicht einmal schlemmen kann, alle Essensumstellungs-Taktiken vergisst und leider nun wieder gewichtsmäßig am Ausgangspunkt gelandet ist.
Psychisch setzt das einem auch ganz schön zu.
LB Grüße
Mirabelle



Suche das Glück nicht dort,
wo es nicht zu finden ist.
 
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offline Shalimar61  

248 Beiträge
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  10.05.2005 • 17:18


Hallo Mirabell,

wow - das hätte genau so schreiben können...
alles ist ok und dann..................und schon geht das ganze von vorne wieder an... und ich versuche seit jahren dahinter zu kommen: warum und wieso und warum gerade jetzt...
ich glaube, daß bei mir spielt angst eine rolle...
angst? von mir? umwelt?

LG
Shalimar



LG
Shalimar ;)
 
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offline kara  

141 Beiträge

CH - Zürich
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  10.05.2005 • 17:28


hi ihr beiden

das kenne ich auch zur genüge. ich frage mich manchmal, ob da nicht eine unbewusste angst dahinter steckt, erfolg zu haben.

übergewicht hat oft die funktion eines schutzwalls gegen verletzungen, gefühle etc. - vielleicht ist gerade hier der hund resp. der saboteur begraben.

sobald ein paar kilos gefallen sind, fällt das der umwelt auch auf. wenn jemand nicht gerne im mittelpunkt des allgemeinen interessens steht, ist das unangenehm. neider erwähne ich jetzt mal nicht.

vielleicht hilft es uns, wenn wir die tief verborgenen gefühle und ängste mal genau anschauen, wenn wieder ein rückfall eintritt. was ist passiert? wie habe ich mich gefühlt? wo habe ich es gespürt? etc.

lieber gruss
kara
 
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offline lunija  

nicht registriert
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  10.05.2005 • 18:01


Hallo, Ihr Lieben,

wenn ich nicht auf die Waage gehe und plötzlich einen RIESENHUNGER verspüre, kann ich davon ausgehen, dass ich grad eben was abgenommen habe (oder meine Tage kriege breites Grinsen ).

Ich habe mal gelesen, dass der Körper wie ein thermostat ein Sollgewicht hat, auf das er sich gerne einpendelt. Bei mir z.B. ist das absolut so. Wenn man abnimmt, versucht der Körper als erstes, das Sollgewicht wieder herzustellen, mit allen Mitteln. Und das beste Mittel ist: Heißhunger!

In irgendeinen dieser zahllosen ratlosen Diät-Bücher, die ich in meinem Leben schon verschlungen habe, stand, man solle mit seinem Unterbewusstsein Kontakt aufnehmen und sich vorstellen, dass man den "Kleinen Mann" am Thermostat darum bittet, den Sollwert etwas nach unten zu verschieben. Ob`s funktioniert?

LG
Lunija cool (noch 4 x schlafen, dann URLAUB!!!)
 
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offline christa  

nicht registriert
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  10.05.2005 • 19:23


Hallo,
ja diese Übung mit dem "Heizer" kenne ich auch. Bei mir hat es nicht geholfen, schadet aber ja trotzdem nicht das auszuprobieren.

Ich denke aber es ist wirklich wichtig sich klar zu machen, welchen Nutzen wir aus unserer Körperfülle ziehen. Wie Kara schon schreibt kann es ein Schutzwall sein aber genauso auch die Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen. Und noch viele andere Dinge.

Wenn man das erst einmal herausgefunden hat, kann man daran gehen zu überlegen welche Alternativen es zur Körperfülle gibt oder ob der Nutzen überhaupt noch benötigt wird. Wenn das Unterbewußtsein kapiert hat, daß er die Körperfülle dafür nicht mehr braucht, wird er auch dabei behilflich sein die Körperfülle zu verringern.

Gruß Christa
 
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offline Mirabelle  

44 Beiträge
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  10.05.2005 • 21:28


Tscha, ich habe auch das Gefühl, ähnlich wie Kara, dass wir es uns einfach nicht erlauben, glücklich zu sein.
Das Gewicht ist eine sichtbare, fassbare Sache, aber, das was dahintersteckt, ist bestimmt schwieriger zu bewältigen, als sein Essen umzustellen.
Ja, das ist das große Rätsel, hinter das jeder von uns versucht dahinter zu kommen. Interessant finde ich, dass dieser Mechanismus auch klappt, wenn man sich nicht wiegt.
Einmal - ich war in Kur - habe ich sehr viel abgenommen. Als ich meine Beckenknochen fühlen konnte und meine Klamotten mir nicht mehr passten, bekam ich Panik. Ich habe mich einfach nicht wiedererkannt.
Naja, dann habe ich 1 Jahr das Gewicht gehalten und dann ging es stetig bergauf. In diesem Jahr habe ich auch Widerworte gegeben und eine sehr starke eigene Meinung vertreten. Nach dem Jahr hatte ich mich wieder den Umständen angepasst. Es ging nicht anders, denn meine 3 Kinder waren noch sehr klein und ich dadurch sehr abhängig.
Ich glaube ich weiß woran es liegt, wenn es nicht klappt, oder wenn es klappt.
Die (richtige, oft unbequeme) eigene Meinung zu vertreten bedeutet, sehr aktiv und kämpferisch zu sein, der Blick ist auf etwas ganz anderes, wichtigeres gerichtet, als auf das Essen oder Nichtessen.
Ohje, die Zeit vor ca. 14 Jahren, als ich sehr lange in Kur war, ist mir gerade wieder eingefallen.
Tschüsssss Ihr Lieben
Mirabelle



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offline Corax  

585 Beiträge

D - Bayern
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  11.05.2005 • 11:45


Ich kenne das bei mir auch schon seit Jahren. Da hatte ich 1999 super abgenommen, wog 64 Kilo. Aber nur heimlich! Denn mir war das peinlich, es zuzugeben, obwohl ich doch mit Eifer daran gearbeitet hatte. Ich wollte meinen Erfolg nicht zugeben und versteckte mich sogar unter figur-unfreundlichen Klamotten! Und dann nahm ich natürlich wieder zu.
Gerade jetzt ist es das gleiche: Ich hatte letzten Sommer schon tolle 71 Kilo. Irgendwie freute ich mich auch darüber, doch etwas in mir wollte wohl unbedingt wieder mehr Kilos haben. Die habe ich jetzt und bin nicht glücklich damit.
Warum das so ist, weiß ich (noch) nicht. Aber dass es mit meinem Unterbewußtsein zusammenhängt, glaube schon.

Ein paar Erklärungsversuche habe ich in dem Buch "Erfinde dich neu" von Tepperwein mal gelesen:

  • Angst vor Ungeschützt-Sein
  • Angst vor Attraktivität
  • Angst vor der weiblichen Seite (Tonnen sind nicht so sehr als weiblich zu sehen, wie die tolle Cola-Flaschen-Frau)
  • Kilos draufhaben kann auch heißen, "Gewicht" im psychologischen Sinn zu haben

 
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offline barbara  

514 Beiträge

A - Schladming
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  11.05.2005 • 12:58


Wobei wir wieder bei dem Punkt angelangt sind, nachzudenken warum sich unser Körper so eine "Schutzschicht" zugelegt hat.

- weil man weniger attraktiv für Männer ist, und somit weniger im Mittelpunkt
- weil es auch Arbeit bedeutet und Verteidigung, wenn man ein "Supergewicht" hat, und es einfach bequemer ist so wie es ist
- weil man zuwenig Selbstbewußtsein hat (obwohl es nach außen hin nicht so ist - aber wer ist schon so, wie er sich gibt)


Mich persönlich hat ein Roman aufgerüttelt. Da stand schwarz auf weiß: die kleine Dicke aus der Buchhaltung!!!! überrascht und die elegante Schlanke aus dem Sekretariat.
Gemeinheit nicht war?
Ich weiß nicht mal wer, was das für ein Buch war, ABER die Dicke hinten in der Buchhaltung das war ich!!!!

Das war ein so heilsamer Schock, dass ich erstmal den Job gekündigt habe und jetzt an der Front sitze und viel mit Menschen zu tun habe.
Außerdem habe ich Schlanktipps gefunden! zwinkern

Eure Diskussion hier hat mich wieder aufgeweckt, ich bin jetzt eigentlich schon wieder "eingeschlafen" und muß mich wieder aufraffen, weiter nach Ursachen für meine "Schutzschicht" suchen, um die Mauer einzureißen! breites Grinsen

Liebe nachdenkliche Grüsse - Barbara
 
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offline Corax  

585 Beiträge

D - Bayern
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  11.05.2005 • 13:38


Hi Barbara,
schön, dass du dich aufrütteln lässt breites Grinsen Ich bin meinerseits durch Mirabelle wieder ins Grübeln gekommen und recht froh darüber. So viele Gewohnheiten haben sich wieder eingeschlichen, so viele kleine Schrittchen wieder weg vom Schlank-Ziel sind schon wieder gegangen worden. Und ich habe mich eigentlich nur geärgert und gewundert. Erst jetzt möchte ich mich wieder vermehrt mit den Ursachen des Übergewichts beschäftigen, überlegen, weshalb und wofür ich wohl diese Schutzschicht haben möchte. Ohne die Einsicht in diese Problematik ist es wohl schwer, vom Kämpfen wegzukommen... *grübel*
 
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offline barbara  

514 Beiträge

A - Schladming
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  11.05.2005 • 15:13


Hi 7schläferchen

Ja du hast Recht, wir müssen uns mit dem WARUM auseinandersetzen, denn Gewichtreduzierung beginnt im Kopf und nicht beim Essen. zwinkern

@Mirabelle
Es ist schön, wenn man von den "Neudazugekommenen" aus der Lethargie gerüttelt wird. Danke für deine Gedanken!

LG Barbara
 
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offline Mirabelle  

44 Beiträge
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  11.05.2005 • 15:43


Hi Ihr alle,
was heißt hier "aus der Lethargie gerissen". Ich suche Antworten. Antworten von Euch. Auch sollt Ihr Antworten von mir bekommen, anders geht es nicht. Außerdem ist es sehr wichtig, wach zu sein und auch zu bleiben.
Wir müssen unbedingt spüren, W O es schmerzt, den Schmerz fühlen und aushalten, er wird auch wieder vergehen, aber dann wissen wir, was es ist. Nicht essen, bevor der Schmerz kommt.
Ich denke, dass es so ist wir schützen uns vor dem Schmerz.

Die Funktion ist so perfekt, dass wir uns ohne Ende schützen, und das so gut klappt, dass wir vergessen, warum wir uns schützen,
was genau der Schmerz ist
und folglich, warum wir überhaupt essen.

Ich glaube, das geht nur, wenn wir zuerst fühlen, bevor wir essen. Das heißt natürlich, dass die Angst an uns hochkriecht. Jedoch ist auch Angst nur ein Gefühl, das uns sagen will, was genau gerade los ist.

Bitte Ihr alle lasst uns nicht müde werden, sondern lasst uns wachen, damit wir das Gefühl, welches uns in die Esserei treibt fühlen können und uns somit endlich befreien.

Oh mann, ich versuche es immerwieder, es ist Zwiebelschälen, immer eine neue Schicht, aber mit jeder Schicht komme ich näher an meinen Schmerz, um ihn heilen zu können.
Ich bin so froh, dass ich mit diesem Thema Euch angesprochen habe, lasst uns bitte weiter austauschen, denn ich merke, dass ich diese Anregung benötige, und daraus meine Kraft ziehen kann, weiterhin "Zwiebel zu schälen".
Liebe Grüße
Mirabellle



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offline Mirabelle  

44 Beiträge
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  11.05.2005 • 16:05


Hallo liebes 7schlaeferchen,
da bin ich einigermaßen entsetzt, Dein Beitrag im Forum zu lesen, dass Du Deine Gewichtsabnahme verheimlicht hast und prompt zugenommen hast.
Mein erster Gedanke war: wie muss Du dich einsam gefühlt haben. Du hast noch nicht einmal Deinen sehnlichsten Wunsch, als er dann in Erfüllung ging, genießen können, Dich nicht daran freuen können. Soviel Arbeit und dann keine Freude.
Im Gegenteil, du hast dann alles getan, um den "alten" Zustand wiederherzustellen. Das ist, als hättest Du etwas Verbotenes getan, eine Grenze überschritten, welche Du niemals überschreiten solltest.
Vielleicht helfen Dir meine Anstöße.

Mein Vorschlag wäre, jemanden zu haben, der sich mit Dir freuen würde, wenn Du noch einmal am Ziel angekommen bist. Diese Freude würde sich vielleicht auf Dich übertragen.

Du hast Glück und Freude verdient.
W e r hat es Dir verboten ?????
Für w e n musstest Du wieder zunehmen ???

Mich hat diese Geschichte sehr traurig gemacht.
Du hast es schon einmal geschafft, 64 kg zu haben, dann wirst Du es auch wieder schaffen. Mit mir hast Du auf jeden Fall eine Verbündete. Ich werde mich für Dich freuen und Dir auch helfen wollen, dass Du es genießen kannst und darfst, Dich endlich frei zu fühlen und gnießen zu können.
Ganz liebe Grüße
Mirabelle



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offline barbara  

514 Beiträge

A - Schladming
Beitrag Re: Wie ein Pferd: kurz vor dem Ziel scheuen  11.05.2005 • 16:26


Hallo Mirabelle

Zitat

Ich suche Antworten

Hej - wer sucht die nicht? breites Grinsen breites Grinsen breites Grinsen

Ich bin eine immerwährende Sucherin! nunja

Zum Teil bin ich auch schon fündig geworden. Bei mir ist es manchmal einfach Langeweile, warum ich unkontrolliert zu irgendwelchen Naschereien greife! Und DAS macht mich wahnsinnig! Ich fühle mich wie ferngesteuert und werde erst wieder wach, wenn ich was im Mund habe.
Ist das nicht furchtbar! nunja

Und was mich besonders wahnsinnig macht ist, dass ich trotz Matura, trotz Studium, trotz anspruchsvollen Job, lieben Ehemann, braven (keine Gewichtsprobleme habende) Kindern einfach NICHT IN DER LAGE BIN mein Gewicht zu kontrollieren. Das ganze ist doch auch eine Intelligenzfrage!!! nunja

Nachdenkliche Grüsse - Barbara
 
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