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offline J.Pietrzak  

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D - Dortmund
Beitrag Löwenzahn  26.08.2005 • 17:50


Löwenzahn
(Taraxacum officinale sativum L.)

Sorten:
Wild oder kultiviert, heißt auch Kuhblume, Kettenblume, Pusteblume. Sie ist eine dunkelgrüne Pflanze mit knallgelben Blättern. Die Wilden sind die besten Pflanzen. Da Löwenzahn ein Korbblüter ist, kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Saison: März bis Mai ist die beste Erntezeit für das Kraut und die Wurzel im März, September und Oktober ernten.

Standort:Am liebsten sonnig, nährstoffreiche, humose Böden, häufig auf Wiesen und Weiden zu finden. Die Pflanze ist anspruchslos.


Geschmack und Verwendung in der Küche:
Löwenzahn schmeckt zartbitter mit frischem Aroma, die jungen Blättchen haben weniger Bitterstoffe, deshalb eignen die sich besonders für Salate. Die geschlossenen Knospen erinnern wie gebratene Pilze, die Wurzeln sind recht bitter. Man kann alles verwenden, die Blätter, Wurzeln und Blütenblätter, auch die festen Knospen. Am besten frisch von einer nicht genutzten Wiese, nicht vom eigenen Rasen wegen dem Dünger und eventueller Schadstoffe von Abgasen oder so. Ansonsten wird Löwenzahn für Wildkräutersuppen, Tee und Pesto verwendet. Man kann aus den Blättern auch Bier herstellen und aus den Blüten Honig. Unsere französischen Nachbarn sind ganz wild auf Löwenzahn, lieben ihn aber hellgelb und nicht wild, weshalb sie ihn im Dunkeln kultivieren. Sie servieren die Blätter auch frittiert. In Süddeutschland bereitet man ihn zu mit einer klassischen Essig-Öl-Marinade und ausgelassenem, noch warmen Schinken oder Speck.

Wirkungsweise:
Es werden die Verdauungsdrüsen angeregt, gallen- und harntreibend, blutdrucksenkend und stoffwechselanregend.
Löwenzahn enthält viel Eisen. Sie wirkt gegen chronische Beschwerden der Atemwege, bei Magengeschwüren, Durchfälle, Blähungen, rheumatische Beschwerden, Gicht und verbessert auch die Leber- und Nierenfunktion.

Für eine längeren Anwendungszeitraum sollte man einen Teelöffel (aus Kraut und Wurzel –getrocknet) mit einer Tasse kaltem Wasser übergießen, erhitzen und eine Minute lang kochen. Davon kann man täglich 2 Tassen trinken.
Bei AKUTEN Erkrankungen 2 EL mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen und den Tee morgens auf nüchternen Magen trinken. Wer magenempfindlich ist, sollte auf Löwenzahntee verzichten.
Weitere Löwenzahn-Teemischungen schreibe ich unter den Löwenzahnrezepten auf.

Herkunft:
Heute zu Unrecht als Unkraut herabgewürdigt, wurde Löwenzahn im 16. Jahrhundert als Arzneikraut verwendet. Man nahm ihn gegen Leber- und Gallenbeschwerden sowie gegen Wassersucht. Heute weiß man, dass der Löwenzahn den gesamten Stoffwechsel stimuliert und entwässernd wirkt. Da Löwenzahn auch für Linderungen von Erkrankungen eingesetzt wird, wurde es früher auch als Hexenkraut bezeichnet, deren Kunst es war die Natur zur Heilung von Erkrankungen einzusetzen.



Es grüßt euch vom ganzen Herzen,
die fröhliche Jeanette
 
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