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offline barbara  

514 Beiträge

A - Schladming
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  04.01.2006 • 14:43


Hallo Katrinchen!

Zitat

Vielleicht kommt das Drängen aber noch, wenn der Richtige da ist. Davon gehe ich stark aus! Bloß im Moment ist es eben eher eine "organisatorische" Entscheidung als eine "bauchorientierte" Entscheidung... weil der Mann fehlt. Find ich nicht so schlimm, kann sich ändern. Nichts ist starr, oder?

Ich gratuliere dir zu dieser Einstellung. Ich finde es nämlich immer ziemlich traurig, wenn Kinder "nur" mit einem Elternteil aufwachsen müssen. Kinder brauchen "Papa und Mama". Leider ist es halt nicht immer möglich, aber wenn man "planen kann" sollte man es zumindest versuchen.

Ansonsten gratulieren ich dir ganz herzlich zu deiner "Selbstfindung" und wünsche dir weiterhin alles Gute.

LG barbara
 
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offline Katrinchen  

991 Beiträge

D - Berlin
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  04.01.2006 • 18:52


@ Seraphia

Natürlich soll mein Kind mir nicht Händchen halten. Um Gottes Willen! (Das soll optimalerweise der Vater meiner Kinder tun...!)
Ich wünsche es mir im besten Fall so, wie ich es mit meinen Eltern handhabe. Ich fahre 3mal im Jahr hin (beide Geburtstage und Weihnachten), sie kommen 3mal im Jahr nach Berlin (unterschiedliche Anlässe) und besuchen dann auch meine Schwester und schauen sich die Stadt an. Ansonsten telefonieren wir aller 2 Wochen. Das ist vergleichsweise nicht viel! Aber es würde mir reichen, denn ich selbst wollte ja nie viel mehr Kontakt zu meinen Eltern. Jeder soll sein eigenes Leben leben. Ich möchte nur nicht den Kontakt zu meinen Kindern verlieren und wissen, wie sie sich fühlen, egal ob sie in Timbuktu leben oder sonstwo. Da hat mich mein 5jähriges Pädagogikstudium schon auf die Fallstricke einer komplizierten Eltern-Kind-Beziehung hingewiesen, die ich immer verstanden habe und unterschreiben konnte - kein Klammern, um Gottes Willen!

Enttäuschungen basieren auf Erwartungen und Erwartungen kann man sich abgewöhnen, wenn man begriffen hat, wie wenig sie bringen.

Bitte unterstelle mir nicht "mißbräuchliche und egoistische Erziehungsziele", ohne dass du mich kennst. Das wäre mein Wunsch heute abend an dich.

Nein, das Kind gibt es noch nicht. Wenn ich in Wirklichkeit etwas anderes möchte, um mein Dasein hier auf dieser Welt mit Sinn zu erfüllen, dann drück mir bitte die Daumen, dass ich es in den nächsten Jahren herausfinde!!!

Und bedenke - es gibt nicht nur schwarz und weiß, also zum Beispiel "erfülltes Leben" und "Leere". Dazwischen liegen noch viele Gefühlswelten. Wenn ich auch mal einen Tipp geben darf. breites Grinsen

@ Barbara

Vielen Dank für die Anteilnahme. Der Tagesspruch auf meinem "Leitspruch-Kalender" lautet heute: "Teilnahme ist der goldene Schlüssel, der die Herzen anderer öffnet." Hat es getan!!! verliebt

@ alle

Bitte um weitere Denkanstöße!!!

Liebe Grüße
Katrin



Lebst du schon oder zählst du noch Kalorien?
 
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offline Bellissima  

577 Beiträge

A - Telfs
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  05.01.2006 • 12:20


Hallo Katrinchen und alle anderen!

Die Diskussion ums Kinderkriegen ja/nein ist ziemlich schwierig und kompliziert.

Meine Einstellung dazu ist - aufgrund eigener Erfahrungen - ich für meinen Teil möchte unbedingt auch einen Vater für mein Kind/meine Kinder haben.
Außerdem war für mich immer klar: erst ein zuverlässiger Partner + Heirat, der dasselbe möchte wie ich und dann erst an Kind(er) denken. Klar ist Heirat keine Garantie, daß der Partner bleibt, aber ich wollte es anders machen, als meine Mum:
schwanger mit 17 (mit mir), "Partner" weg und dann allein mit Baby und in finanziellen Schwierigkeiten. Wir hatten zwar das Glück, daß Mama einen tollen Mann kennenlernte - für mich der einzig wahre Papa - aber diese Erfahrung hat mich bis heute stark geprägt.

Die andere Überlegung ist, daß ich jedenfalls in den ersten 3 Lebensjahren des Kindes zuhause bleiben möchte. Für mich ist es eine Horrorvorstellung, daß ich mein Kleindkind schon in den ersten Lebensjahren ganztags in eine Kindergrippe kommen könnte.
Auch hier wieder schlechte Erfahrungen in meiner direkten Umgebung, kaum ein Elternpaar zieht seine Kinder selber auf, alles wird auf Kindergärtnerinnen, Lehrer(innen) und vor allem Großeltern abgeschoben, weil

a) keiner auf seinen Job und seine Freiheiten verzichten will oder
b) man es sich fast nicht mehr leisten kann, daß nur 1 Elternteil verdient

Insgesamt für mich eine sehr entmutigende Ausgangsbasis; mein Mann und ich verdienen in unserer jeweiligen Branche sehr gut, aber ein Verdienst allein würde sicherlich mit Kind keine finanziellen Kapriolen erlauben! Es würde eng werden, was ich traurig finde.

Wir haben uns also inzwischen darauf geeinigt, daß wir vorerst den Kinderwunsch hintanstellen; sollte ich einmal Mama werden, dann sicherlich erst nach meinem 30. Geburtstag - sofern die Natur mitspielt. zwinkern

LG von Isabella



Lächeln ist die eleganteste Art dem Gegner die Zähne zu zeigen.
 
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offline Corax  

585 Beiträge

D - Bayern
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  05.01.2006 • 13:23


Hallo Isabella,
das mit dem Zuhause bleiben ist natürlich auch eine schwierige Diskussion. Ich habe mich auch entschieden, dass ich - wenn mal ein Kind da ist - zu Hause sein will. Warum? Ich möchte meinem Kind meine Nähe, meine Wertvorstellungen und meine Erziehung mitgeben, und möchte das nicht anderen Leuten überlassen. Sicher gehören Kinder auch zu anderen Leuten (Kindergarten, Oma, Bekannte). Man braucht ja viele Eindrücke und soll kein Muttersöhnchen werden. Aber die 3 prägenden wichtigen ersten Jahre nicht da sein? Bei mir als Kind war das ja so. Und ich vermute hier den Grund, dass ich zu meiner Mutter ein nettes aber nicht herzliches Verhältnis habe. In den ersten 4 Jahren war ich hauptsächlich bei meiner Oma. Das superherzliche Vertrauensverhältnis habe ich zu ihr (dieses "Sie ist immer da und weiß immer Rat"-Gefühl).
 
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offline Balua  

570 Beiträge

D - Bamberg
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  05.01.2006 • 13:41


Hallo ihr lieben,

ich möchte mich auch noch "einmischen".

@7schlaeferchen: Deine Erfahrungen kann ich so gar nicht bestätigen. Meine Mutter hat auch immer gearbeitet (mein Vater auch, aber davon gehen wir ja hier eh aus - warum eigentlich?). Aber ich kann mich nicht daran erinnern neidisch auf andere Kinder gewesen zu sein, weil ihre Mutter zu Hause war. Genausowenig kann ich sagen, dass das der Beziehung zu meiner Mutter irgendwie Abbruch getan hat. Wir haben ein sehr herzliches Verhältnis, manchmal ist sie schon fast zu anhänglich zwinkern Ich bin gerne zu Hause (wenn es nicht für mehr als eine Woche ist, dann gerate ich spätestens mit meinem Vater aneinander, der so dickköpfig und ungeduldig ist wie ich breites Grinsen ).

Für mich ist meine Mutter ein Vorbild. Ich habe drei ältere Geschwister, meine Mutter hat es "trotz" (oder vielleicht auch WEGEN) der vier Kinder geschafft, beruflich weiterzukommen und ihre Ziele zu erreichen. Ich muss fairerweise natürlich dazu sagen, dass meine Mutter auch Beamtin (Lehrerin, inzwischen Schulleiterin) ist. Allerdings auch ein echter Workaholic. Also nichts mit "als Lehrerein hat sie ja Nachmittags eh frei". So richtig rund ging es mit der Karriere (so wie ich das einschätzen kann), nachdem auch ich aus dem "gröbsten" raus war. Ich finde es toll, was meine Mutter geschafft hat, bin sowieso total stolz auf unsere Familie (aus ganz vielen Gründen) und kann mir sehr gut vorstellen, es ähnlich zu machen. Meine Vorstellung sind 3 Kinder und Karriere. Mir ist klar, dass ich das jetzt sage und meine Meinung in 5 Jahren ganz anders aussehen kann, dass es vielleicht auch so gar nicht möglich ist. Aber man darf ja träumen. zwinkern Und sowieso liegt es ja nicht bei mir allein, sondern an ZWEI Leuten, was man will und wie. Auf jeden Fall hab ich mit meinem Freund auch einen Mann gefunden, mit dem ich mir das alles auch gemeinsam vorstellen kann (und er mit mir - bist auf das dritte Kind, ihm reichen zwei... zwinkern ).

Jetzt bin ich noch ein wenig abgeschweift. Aber wie auch immer. Das meine Meinung, Erfahrung und Vorstellung dazu. Im Endeffekt muss jeder für sich entscheiden, wie die Familie aussehen soll.

Liebe Grüße, Anna



Keep Smiling!
 
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offline Katrinchen  

991 Beiträge

D - Berlin
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  05.01.2006 • 15:52


@ Anna

[Abschweifungen machen nichts... ]

Vielleicht ist der Unterschied, dass du viele Geschwister hattest. Ich glaube 7schläferchen hatte es da nicht so gut?
Durch Geschwister wird viel abgefangen, was die Mutter nicht leisten kann. Es ist immer jemand da. Keine Einsamkeitsgefühle.

Bei mir war es nicht so toll: meine Eltern Lehrer, meine Mutter zum Schluss Schulleiterin. Sie ist nicht mit ihrer Dreierrolle klar gekommen (mein Vater war sehr schwierig und hochkompliziert, ihre ehrgeizige Karriere und ich). So kann ich mich an Gefühle überhaupt nicht erinnern. Ich hatte immer das Gefühl, sie bei ihren Beschäftigungen zu stören. Wenn ich ihr als kleines Mädchen in der Küche zuschaute (das fand ich schön beruhigend), wurde sie nervös und ihr fiel einmal was aus der Hand, da schrie sie mich an, ich solle nicht so herumstehen und sie nervös machen. Dabei wollte ich ihre Nähe, naja. Mein Vater war immer eingeschnappt, weil er alles persönlich nahm, was ich wollte. Immer negativ, immer gegen sich. Alle waren gegen ihn, von vornherein.
So haben wir uns als Lehrerfamilie kommunikationslos durch meine Kindheit gehangelt. Nur für gute Leistungen gab es Lob.
Ich weiß heute warum meine Eltern nicht anders konnten und liebe sie "wieder".
Ich habe sie an Weihnachten gefragt, ob sie mich verstehen können - dass ich keine Kinder möchte, bevor ich nicht mit mir selbst im reinen bin. Sie verstanden es, obwohl sich solch eine psychologisch angehauchte Frage zu ihren Zeiten nie gestellt hat und sie sich erst mal dran gewöhnen müssen, dass es so etwas gibt (Innenleben, Psychologie usw.). Aber sie bemühen sich und ich bin deswegen stolz auf sie! Sie gehen keiner Diskussion aus dem Weg und stellen sich diesen Dingen. Wahrscheinlich war das Lehrerstudium damals auch nicht pädagogisch wertvoller als heute (ich hab meins von 89-94 gemacht).
Lehrerkinder tun mir trotzdem oder gerade deshalb immer ein bisschen leid... (weil ich mir selbst ein bisschen leid tue). breites Grinsen



Lebst du schon oder zählst du noch Kalorien?
 
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offline christine  

nicht registriert
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  05.01.2006 • 20:59


Ist das eine interessante Diskussion. Meine Kinder sind ja inzwischen schon aus dem Haus und es ist schon eine lange Zeit her, als sich mir diese Frage stellte.

Ursprünglich wollte ich auch keine Kinder. Viel zu hart musste ich arbeiten um dahin zu kommen, wo ich heute stehe. Mein Übergewicht in Kindertagen führte dazu, dass ich auch nicht besonders gut in der Schule war. Nach der 10.Klasse wäre ich gerne ins Gymnasium gewechselt. Meine Eltern erlaubten dies nicht, mit der Begründung, ich würde das Abitur sowieso nicht schaffen. In Wirklichkeit hatten sie kein Geld, um mir diese Ausbildung zu finanzieren.

Also begann ich eine Lehre, was im nachhinein sogar gut war. Neben meiner Lehre habe ich gejobbt, um mir ein paar Mark Taschengeld zu verdienen. Mein Lehrlingsgehalt musste ich zu Hause abgeben. Das war bei uns so.

In diesen jungen Tagen habe ich mir viele Ziele gesetzt. Dazu gehörten u.a. immer genug Geld zu haben, nie auf andere angewiesen zu sein und studieren zu können. Es war ein steiniger Weg bis zur Erreichung dieser Ziele. Irgendwann konnte ich mit all meinen reichen Freunden und Bekannten mithalten. Das war damals unheimlich wichtig für mich. (Heute sehe ich das allerdings anders, aber das wäre ein anderes Thema)

Wie gesagt, ein Kind hätte mir gar nicht in den Kram gepaßt, zuviel hätte ich aufgeben müssen. Mein erster Sohn war nicht geplant und das ist gut so, sonst hätte ich ihn nämlich nicht. 8 Wochen nach der Entbindung ging ich wieder arbeiten. Mein Sohn war in dieser Zeit bei meinen Schwiegereltern gut aufgehoben.

Als mein Zweiter zur Welt kam, blieb ich drei Jahre zu Hause. In dieser Zeit kam ich mir nicht minderwertig vor. Im Gegenteil, ich habe das "Nur Hausfrauen Dasein" und die Zeit mit meinen Kindern sehr genossen. In dieser Zeit ist es mir gelungen viele soziale Kontakte, die ich vorher nicht hatte und heute nicht mehr missen wollte, aufzubauen. Beruflich habe ich versucht durch Weiter-und Fortbildungen immer am Ball zu bleiben. In dieser Zeit schloss ich auch mein Fernstudium ab.

Die Entscheidung Kinder und Beruf stieß zum damaligen Zeitpunkt von allen Seiten auf sehr viel Kritik. Zu dieser Zeit wurde die Parole vertreten, die Mutter gehört zum Kind. Oft hatte ich ein schlechtes Gewissen und das Gefühl keine gute Mutter zu sein. Zum Glück bekomme ich dies von den Jungs nicht bestätigt.

Die Kinder wollte ich nicht missen. Ich wurde durch sie an so viele Dinge herangeführt, für die ich mich als "nur berufstätige" Frau nie ineressiert hätte.

Im Nachhinein bin ich froh so eigensinnig gewesen zu sein und auf niemanden gehört zu haben. Mein Mann ist seit zwei Jahren arbeitslos, die Kinder noch eine Weile in der Ausbildung und Erbe ist keines zu erwarten. Ich kann nur sagen, es war gut und richtig auf meinen Bauch gehört und ein zweites Standbein geschaffen zu haben.
 
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offline seni63  

520 Beiträge

CH - Kanton St. Gallen
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  06.01.2006 • 08:20


Dieses Thema ist wirklich sehr interessant.

Es ist gut wenn man sich Gedanken darüber macht, wie sich das Leben mit Kindern verändert, denn das tut es ganz sicher. Ich glaube es gibt kein allgemeines Rezept, wie man es machen soll, "nur" Hausfrau sein oder Berufstätige Mutter sein. Es ergibt sich meistens von selber.
Ich selber habe 3 Kinder, als das Erste kam, hörte ich auf zu arbeiten. Dies war für mich "normal". Später nach einem guten Jahr, war ich wieder schwanger und bekam die Gelegenheit eine Krankenkassen-Agentur zuhause zu leiten. Ich habe mich beworben und bekam die Zusage und gleichzetig kam die Mitteilung das ich Zwillinge erwarten. Juhui... dies war ein ziemlicher Schock und löste diverse Gefühle aus. Was sollte ich nun machen? Wie sollte ich dies alles unter einen Hut bringen, Arbeit und 3 Kinder in 1 1/2 Jahren?

Zum Glück habe ich einen guten Mann, der Selbstständig ist und damals meistens zuhause arbeitete. Meine Familie wollte mich unterstützen und riet mir diesen Job trotzdem anzunehmen eine einmalige Gelegenheit. Und ich hab es getan, konnte zuhause arbeiten, konnte es selbst einteilen. Im Nachhinein frage ich mich oft, wie ich dies alles gemacht habe. Aber es ging, ich hatte eine Hilfe im Haushalt, die kam 3 mal die Woche für einen kurzen Hausputz inkl. Bügelwäsche. So musste ich nur die Kinder versorgen und meine Büroarbeit erledigen. Es war oftmals eine stressige Zeit, aber weil ich zuhause arbeiten konnte ging es recht gut. Es hatte auch den Vorteil, dass ich nicht kompliziert sein konnte, die Kinder sich schnell an einen Rhytmus gewöhnen mussten und auch lernen mussten mal zu warten.

Jetzt sind meine Zwillinge 13 1/2 Jahre und das Mädchen 15. Die "schlimmste" Zeit vorbei, denken sicher manche. Ich bin mir da nicht so sicher. Es war sicher sehr stressig früher, aber heute sind andere Dinge, die anstrengend sind. In der Zwischenzeit arbeite ich nicht mehr, da die Agentur aufgelöst wurde und ich auswärts arbeiten müsste und die mind. 60 % Pensum bedeutet hätte. Das war mir zuviel. Dann wären meine Kinder zu oft alleine gewesen. Da mein Mann immer noch selbstständig aber meistens auswärts arbeitet, wollte ich dies nicht. Diese Entscheidung liegt nun 2 Jahre zurück und ich bin froh, zuhause zu sein.
Gerade heute mir der Lehrstellensituation ist es gut. J. die älteste musste dieses Jahr eine Lehrstelle suchen, und obwohl sie sehr zuverlässig ist, war es wichtig immer wieder zu sagen, tu dies, ruf dort an, mach etc. Sie hätte es immer wieder verschoben und hinausgezögert und dann wäre der "Zug abgefahren". Auch sonst ist es für mich wichtig zuhause zu sein, wenn sie von der Schule kommen. Die Einflüsse sind heute viel grösser als früher und mir ist es wichtig zu wissen was die Kinder tun, oder wo sie sich aufhalten. (Wenigstens meistens)
Viele Leute denken in diesem Alter sind sie ja schon selbstständig, aber sie sind noch sehr jung und sehr beeinflussbar. Sie brauchen immer noch eine gute Führung und eine gewisse Kontrolle.

Also ich bin froh, habe ich meine Kinder vor 30 bekommen, denn pubertierende Jugendliche sind sehr anstrengen und je älter ich werde, desto weniger vertrage ich dies. Tatsache ist, wenn wir jünger sind geht einiges noch leichter, wir nehmen viele unbeschwerter, vielleicht sind wir sogar weniger ängstlich etc.

Ueberlegt es euch gut, man kann auch zulange warten. Es ist fast ein wenig schade, dass man heute den ZEitpunkt für Kinder so planen kann. (Oft funktioniert das Planen dann doch nicht, weil es dann vielleicht nicht mehr geht, wenn man will)

Ich wünsche euch allen weitere gute Gedanken und die richtige Entscheidung.

LG Ines
 
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offline Corax  

585 Beiträge

D - Bayern
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  06.01.2006 • 19:27


Hi Ines,
du schreibst, es ist fast schade, dass man den Zeitpunkt für Kinder heute planen kann. Sicher ist es manchmal vielleicht nicht schlecht, wenn einem das "Schicksal" (der Schlendrian, eine Darmgrippe wasweißich) die Entscheidung abnimmt. Denn irgendwann wartet man vielleicht so lang, bis es gar nicht mehr klappt. Und ab 35 ist es ja erwiesenermaßen ein ziemliches Problem, auf normalem Wege ein Kind zu bekommen.
Trotzdem: Was, wenn z.B. eine heutige junge Frau ihr Kind schon mit Anfang 20 (statistisch der beste Zeitpunkt) bekommt? Mitten im Studium, in der Ausbildung, am Anfang irgendeiner Karriere? Die meisten Partnerschaften sind auch noch nicht gefestigt und die meisten Männer in dem Alter wollen (so ist zumindest meine Erfahrung auch im Bekanntenkreis) alles aber keine Verantwortung für ein Kind. Es ist kein Wunder, dass immer länger gewartet wird. Kinder passen nicht in die Vorstellung der modernen Arbeitswelt.
Letztendlich ist es in unserer heutigen Gesellschaft, glaube ich, nämlich immer ein Problem, sich (als Frau und Mann) für Kinder zu entscheiden. Immerhin sollen wir - ich denke da an die Generation zwischen 20 und 35 - so viele Eigenschaften im Leben mitbringen: Flexibilität, Mobilität, Einsatzbereitschaft, Überstunden-Bereitschaft, uneingeschränktes Weiterbildungs- und Querversetzungsinteresse, gutes Aussehen, jugendliche Figur, keine großen Löcher im Lebenslauf, Erfolg außerhalb von Heim und Herd.

Was, speziell in meinem Fall und bei vielen Bekannten von uns, immer wieder Verunsicherung schafft, ist die uneingeschränkte Mobilität. Momentan hat mein Freund einen guten Job in München. Aber vorher war er in Hamburg, und davor in Österreich. Nicht, weil er jeweils dorthin wollte, sondern weil er sonst keinen Job gehabt hätte. Sich etwas aufzubauen oder die Entscheidung pro Kinder zu treffen, ist nicht einfach, wenn man nicht planen kann, ob das Leben eines Partners sich in ein paar Jahren überhaupt noch in greifbarer Entfernung abspielt. Mitgehen? Was ist dann mit dem eigenen Job?

Und wenn man als Frau diese Entscheidungshürden dann noch mit dem Thema pausieren/Teilzeit/Vollzeit verknüpft, verstehe ich voll und ganz, warum bei uns immer weniger Kinder geboren werden.
 
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offline Bellissima  

577 Beiträge

A - Telfs
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  08.01.2006 • 13:10


@7schlaeferchen

Du bringst meine Einstellung und meine Überlegungen genau auf den Punkt! Ich konnte es nur nicht so treffend formulieren. *g*

LG von Isabella



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offline Bellissima  

577 Beiträge

A - Telfs
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  08.01.2006 • 13:17


Zitat von seni63

Viele Leute denken in diesem Alter sind sie ja schon selbstständig, aber sie sind noch sehr jung und sehr beeinflussbar. Sie brauchen immer noch eine gute Führung und eine gewisse Kontrolle.

Also ich bin froh, habe ich meine Kinder vor 30 bekommen, denn pubertierende Jugendliche sind sehr anstrengend und je älter ich werde, desto weniger vertrage ich dies. Tatsache ist, wenn wir jünger sind geht einiges noch leichter, wir nehmen viele unbeschwerter, vielleicht sind wir sogar weniger ängstlich etc.

Ueberlegt es euch gut, man kann auch zulange warten. Es ist fast ein wenig schade, dass man heute den ZEitpunkt für Kinder so planen kann. (Oft funktioniert das Planen dann doch nicht, weil es dann vielleicht nicht mehr geht, wenn man will)

Ich wünsche euch allen weitere gute Gedanken und die richtige Entscheidung.

LG Ines

Hallo Ines!

Ich bin der Meinung, es hat auch Vorteile, eine "ältere" Mama zu sein (aber was ist an 30 - 35 schon alt! nunja zwinkern ). Ich denke mir, ich bin dann mit mir selber mehr im reinen, gelassener und habe mehr Lebenserfahrung, die ich in die Kindererziehung einbringen kann. Ich habe mein Leben schon genossen, mir mit meinem Mann eine schöne Zeit zu zweit gemacht und vermisse die Unabhängigkeit dann (hoffentlich) nicht mehr so sehr.... aber vermutlich wird dann doch alles anders kommen, als ich mir das so vorstelle. breites Grinsen

Aber mit der Ängstlichkeit hast Du sicher recht, ich merke schon mit meinen greisen 27 Jahren, daß ich mehr nachdenke und wirklich ängstlicher geworden bin. *g*

LG von Isabella



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offline charlieblümchen  

737 Beiträge

D - Bayern
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  08.01.2006 • 13:24


Zitat von Bellissima

Ich bin der Meinung, es hat auch Vorteile, eine "ältere" Mama zu sein (aber was ist an 30 - 35 schon alt! nunja zwinkern ). Ich denke mir, ich bin dann mit mir selber mehr im reinen, gelassener und habe mehr Lebenserfahrung, die ich in die Kindererziehung einbringen kann. Ich habe mein Leben schon genossen, mir mit meinem Mann eine schöne Zeit zu zweit gemacht und vermisse die Unabhängigkeit dann (hoffentlich) nicht mehr so sehr.... aber vermutlich wird dann doch alles anders kommen, als ich mir das so vorstelle. breites Grinsen

Aber mit der Ängstlichkeit hast Du sicher recht, ich merke schon mit meinen greisen 27 Jahren, daß ich mehr nachdenke und wirklich ängstlicher geworden bin. *g*

Hallo, bedingt durch meine Arbeit in einem Familienzentrum habe ich über die vergangenen 15 Jahre wirklich sehr viele Mütter kennengelernt. Jüngere und ältere.
Ängstliche Mütter gibt es in allen Schichten und Altersstufen.
Das kommt sehr auf die Persönlichkeit der Mutter den dazugehörigen Vater und die Lebensumstände an.
Ich finde es ist immer so richtig wie es ist. Man muss nur dazu stehen.

Ich wünsche allen die noch vorhaben Kinder zu kriegen jedenfalls viel Glück dazu.
Gruß charlieblümchen



Es ist normal, verschieden zu sein.
 
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offline Katrinchen  

991 Beiträge

D - Berlin
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  08.01.2006 • 20:50


Vielen Dank, Charlieblümchen. glücklich



Lebst du schon oder zählst du noch Kalorien?
 
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offline seni63  

520 Beiträge

CH - Kanton St. Gallen
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  10.01.2006 • 08:21


Hallo zusammen

Ihr habt ja alle Recht, ich möchte gar niemandem eine Meinung aufzwingen. Was ich geschrieben habe, ist meine eigene Erfahrung. Mir ist klar, dass es heute oft sehr schwierig ist sich für ein Kind zu entscheiden, dass die Umstände komplizert sind, die Arbeitswelt ist knallhart und man kann dort nur bestehen, wenn man bereit ist 150% zu geben.

Es sollten nur einige Denkanstösse sein, dies hat ja vielleicht auch funktioniert.

Sicher ist man mit 30-35 noch keine ältere Mama und eine gute kann man auch sein, unabhängig vom Alter, da kommt es auf andere Dinge an. Und was ist schon eine gute Mama? Da gehen die Ansichten auch sehr weit auseinander. Es ist gut, wenn man die Kinder so erzieht wie man es selber dem Gefühl nach verantworten kann. Ob es andere auch so sehen oder nicht. Normalerweise möchte ja jede Mutter oder Vater das Beste für die Kinder. Die Kinder verstehen die Entscheidungen dann oft nicht. Aber im Nachhinein können sie so manches besser verstehen. Geht es uns selbst nicht auch so mit unseren Eltern?

Denkt nur alle daran, Kinder sind eine Veränderung im Leben und fordern unsere Kräfte, aber sie geben einem sehr vieles, was sicher alle Mütter oder Väter nicht missen möchten. Ich wünsche euch diese Erfahrung.

Viel Glück bei eurer Planung oder eurer Entscheidung.

LG Ines
 
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offline Bellissima  

577 Beiträge

A - Telfs
Beitrag Re: Zwei Jahre Schlanktipps  10.01.2006 • 12:05


Zitat von seni63

Ihr habt ja alle Recht, ich möchte gar niemandem eine Meinung aufzwingen. Was ich geschrieben habe, ist meine eigene Erfahrung. Mir ist klar, dass es heute oft sehr schwierig ist sich für ein Kind zu entscheiden, dass die Umstände komplizert sind, die Arbeitswelt ist knallhart und man kann dort nur bestehen, wenn man bereit ist 150% zu geben.

Es sollten nur einige Denkanstösse sein, dies hat ja vielleicht auch funktioniert.

[..........]

Denkt nur alle daran, Kinder sind eine Veränderung im Leben und fordern unsere Kräfte, aber sie geben einem sehr vieles, was sicher alle Mütter oder Väter nicht missen möchten. Ich wünsche euch diese Erfahrung.

[......]

Viel Glück bei eurer Planung oder eurer Entscheidung.

LG Ines

Hallo Ines!

Alles in Ordnung, ich empfinde es nicht so, daß Du uns hier Deine Meinung aufzwingen willst! glücklich Ich höre mir sehr gerne verschiedene Meinungen und Erfahrungsberichte an und diskutiere gerne darüber.

Gerade Deinen letzter Absatz "..... Kinder sind eine Veränderung" sollte man sich sehr zu Herzen nehmen, ich finde es schrecklich, wie manche Frauen sich Hals über Kopf und ohne nachzudenken in eine Schwangerschaft stürzen (oder stürzen lassen), nur weil sie gerade mal unzufrieden im Job sind, mal ein paar Jährchen zu Hause bleiben wollen, einen Mann halten möchte usw.... leider gibt es das zu genüge (kenne ich leider auch aus meinem Verwandten- und Freundeskreis unglücklich ).

LG von Isabella



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