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offline christine  

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Beitrag Die Schöpfung  11.09.2006 • 14:48


Die Schöpfung
(in Anlehnung an Gen 1.1-2.4)


In jenen Tagen saß der Herr
so da, um auszuruhn.
Weil er jedoch nicht müde war,
dacht er, was könnt ich tun?

Ach ja, vielleicht erschaffe ich
schnell einmal eine Welt,
wie's mir gefällt, denn keiner fragt:
Was hast du angestellt?

Wie uns die Überlieferung lehrt,
hatte er keinen Plan,
wie vorzugehn gewesen wär.
Er fing halt einfach an.

Um klar zu sehen schuf er nun
zunächst mal Tag und Nacht.
Dann sah er's an und dachte sich,
das ist nicht schlecht gemacht.

Er trank noch schnell ein Bier und schlief
dann ganz zufrieden ein.
Und dachte noch, das könnt der Start
vom Schöpfungsdrama sein.

Am nächsten Tag zur Mittagszeit
hat ihm das Mahl geschmeckt.
Es war ein himmlisches Gericht,
doch da hat er entdeckt,

dass es noch keinen Himmel gab,
wie kann's da himmlisch munden? überrascht
Flugs schuf er ihn und danach schlief
er wieder ein paar Stunden.

Am Tag darauf, so gegen neun,
zum Frühstück gab es Bohnen
und Speck und Toast, da dachte er,
es würde sich doch lohnen,

wenn unterm Himmel noch was wär,
zur Abrundung des Ganzen.
Daher entwarf er Erde, Meer,
und dazu reichlich Pflanzen.

Als das getan, ging er zu Bett,
die Nacht war schon stockdunkel.
Beim Einschlafen dachte er noch:
Es fehlt der Sterne Funkel.

Am Morgen schlief er lange aus,
der Tag war grau und kalt.
Ihm fiel der Sternenfunkel ein,
d'rum stand er auf und bald

war es ihm sonnenklar, es fehlt
Beleuchtung aus der Ferne.
Darum platziert am Himmelszelt
er Sonne, Mond und Sterne.

Das Frühstück war wie jeden Tag
seit ewiglichen Zeiten
dasselbe und der Herr, der dacht -
ich kann es nicht mehr leiden.

Wie lecker wäre doch ein Ei,
gekocht oder gebraten,
dazu vielleicht Heringsalat.
Er schritt zu neuen Taten.

An diesem Tag erschuf er flugs
die Vögel und die Fische,
zur Vielfalt auf der Erde und
zur Abwechslung bei Tische.

Nun flatterte es in der Luft
und schwamm auch in dem Meere.
Nur auf dem Lande war noch eine
Lebenwesenleere.

D'rum wollte er dafür auch noch
Vielfältiges kreieren,
doch war er müde, darum würd'
es morgen erst passieren.

Der nächste Tag begann famos,
das Frühstück, das war prächtig.
Danach erschuf er Tiere, die
teils klein waren, teils mächtig.

Zu guter Letzt, man weiß es nicht,
was er sich dabei dachte,
hat er sich etwas ausgedacht,
das er zu Menschen machte.

Am nächsten Tage nahm er frei
und wollt sein Werk genießen.
Er sah genau sich alles an
und tat die Augen schließen.


Christine (Septmeber 2006)
 
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