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offline rrftbd  

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D - Wiesbaden
Beitrag Angeregt durch einige Beiträge hier..  13.09.2006 • 19:40


Ich möchte euch mal was hier reinstellen, was ich heute las, weil ich finde, dass es soooo gut passt für das was uns Frauen oft betrifft. (Liebes Winken zu Ingrido!)
zwinkern
Wir haben das Loben verlernt
Wem schenken wir Glauben? Von wem lassen wir uns beeinflussen? Wer bestimmt uns? Ein großes Problem unserer Zeit liegt darin, dass wir das Loben verlernt haben. Positives wird als selbstverständlich angesehen, Negatives dagegen deutlich vorgebracht. Besonders eindrucksvoll sehen wir das bei der Notengebung in der Schule. Als eines unserer Kinder aufs Gymnasium wechselte, sackten die Noten zuerst einmal ab. Der Junge kam mit der ersten Fünf seines Lebens ganz verzweifelt nach Hause. Für mich war dies keine Katastrophe. Allerdings erschütterte mich der Kommentar, den der Lehrer unter die Zensur geschrieben hatte und der wenig Einfühlungsvermögen verriet. Die Hälfte der Mathearbeit war vom Ergebnis her übrigens richtig. Dies wurde aber mit keinem einzigen Wort erwähnt und hatte auch keinen Einfluss auf die Benotung.
Psychologische Untersuchungen haben ergeben, dass eine Negativaussage erst von fünf Positivaussagen aufgefangen wird. Was funktioniert, wird kommentarlos hingenommen. Nur das Negative wird erörtert! Es verdichtet sich ein Negativbild über uns selbst; denn Lob bleibt aus und Kritik häuft sich. Gibt es dann irgendwann ein Lob, bezweifeln wir, ob es ehrlich gemeint ist oder ob der andere es nur sagt, um uns zu schmeicheln. Vier Dinge sind beim Umgang mit Kritik wichtig:

1. Innere Abgrenzung lernen
Wie ich eine äußere Haut habe, die verletzt werden kann, habe ich auch eine innere "Haut", die ich schützen muss. Ich brauche nicht jedem Glauben zu schenken. Wenn ich in mich gehe, komme ich zu folgendem Ergebnis: "Hier habe ich Grenzen, mehr kann ich nicht bringen. Ich muss diese Grenzen annehmen, auch wenn andere nicht einverstanden sind." Oder auch: "Hier habe ich versagt. Es tut mir Leid. Ich versuche, diese Angelegenheit das nächste Mal besser zu regeln und mir mehr Mühe zu geben." Wenn ich mich ständig mit dem Maß messe, das andere an mich legen, bin ich vorprogrammiert und werde immer wieder versagen. Ich muss mir meiner eigenen Gaben und Grenzen bewusst werden, sie formulieren und eventuell auch aussprechen. Sonst verliere ich vor mir selbst meinen Wert, den ich durch Gott mit meinen Gaben und Grenzen habe, und überfordere mich ständig.

2. Den anderen nicht nur mit Gütern überschütten
Wer selbst sehr viel Einsatz bringt, erwartet in der Regel auch von anderen besonders viel - sei es in Ehe, Beruf oder Kindererziehung. Nicht immer nehmen die Betroffenen den Einsatz wahr. Mancher Mann bemerkt die Arbeitslast seiner Frau erst, wenn sie einmal durch Krankheit ausfällt. Mancher Chef staunt darüber, wie zuverlässig seine Sekretärin war, wenn er sich mit einer neuen zurechtfinden muss; und manches Kind schätzt den Einsatz seiner Eltern erst, wenn es selbst einmal Kinder hat. Es ist gut, das Beste zu geben. Aber überfordern Sie sich nicht dabei! Der andere wird möglicherweise alle Liebenswürdigkeiten genießen, ohne sie bewusst aufzunehmen. Seien Sie gelegentlich auch sparsam damit, um dem anderen die Möglichkeit zu geben, selbst aktiv zu werden!

3. Nicht alles persönlich nehmen
Verlieren Sie ein Stück weit Ihre Empfindlichkeit! Legen Sie nicht alles auf die Goldwaage! So wie Frauen zu gewissen Zeiten des Zyklus´leichter gereizt sind, ohne es zu wollen, so hat auch ein Mann seine Missstimmungen. Gehen wir ihm dann aus dem Weg und lassen ihn ruhig ein bisschen „brummeln“, ohne alles zu ernst zu nehmen. Er ist frustriert - und das darf er auch einmal sein! Frauen fühlen sich leider viel zu schnell betroffen und beziehen alles auf die eigene Person. Aber sie brauchen nicht für alles Unglücklichsein eines anderen die Verantwortung zu übernehmen. Als ich meinen Mann einmal sehr plagte, mir doch zu sagen, was nun zwischen uns stünde, antwortete er: „Darf ich bitte auch einmal ein anderes Problem haben und darüber nachgrübeln, ohne dich um Erlaubnis zu fragen und ohne dass du daran schuld bist?“

4. Gutes aussprechen lernen
Wer nur dann zur Werkstatt geht, wenn das Auto stehen bleibt, wird oft Pannen haben. Ein Auto muss regelmäßig gewartet werden, um verlässlich zu sein. Leider vergessen wir diesen wichtigen Punkt im Zusammenleben. Je mehr wir den anderen „warten“ (das hängt auch mit der Zeit zusammen, um nachzuschauen, ob alles in Ordnung ist), um so weniger kommt es zu Pannen. Sich Zeit nehmen, das Gute auszusprechen, das Funktionierende zu loben, ein Bewusstsein zu entwickeln für das Selbstverständliche, bewahrt uns davor, gleichgültig zu werden und unser Augenmerk nur auf Fehler zu richten. Wer lobt, tut dem anderen, aber auch sich selbst, etwas Gutes, weil das Zusammenleben erleichtert wird. Lob ist wie die Würze im Salat, die Sahne auf dem Obstkuchen, die Kerze auf dem Esstisch, der Farbtupfer im Alltagsgrau. All diese Dinge sind nicht lebensnotwendig, geben aber zusätzliche Freude. Und Freude erleichtert unser Leben.

Im Neuen Testament steht dazu ein wichtiger Hinweis. Der Apostel Paulus sagt in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi: „... sei es ein Lob, darauf seid bedacht!“ (Kapitel 4, Vers 8) Fangen wir bewusst an, Menschen in unserem Umfeld auf Positives hin zu „untersuchen“! Und noch wichtiger: Finden wir Worte dafür! Wir sollten nicht erstaunt sein, wenn diese am Anfang mit unseren lobenden Aussagen nichts anzufangen wissen. Aber sie werden sich mit der Zeit sicher gern daran gewöhnen.

Autorin: Ruth Heil, verheiratet, Mutter von elf Kindern,
ist Buchautorin und seit über 25 Jahren in der Familienberatung tätig.



Liebe Grüße, rrftbd

Lächeln! Dann lächeln andere zurück!
 
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